Ein Fersensporn ist ein knöcherner Auswuchs von wenigen Millimetern an einer Muskelsehne, die ihren Ansatz im Bereich der Ferse hat und ist meist der Grund für einen Besuch beim Spezialist für Fersensporn. Aufgrund von starker Zugbelastung verknöchert der Sehnenansatz und ist weniger elastisch als vorher. Entzündet sich das darum liegende Gewebe aufgrund von Überbelastung, treten fortan bei jedem Schritt stechende Schmerzen in der Region auf.

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Entstehung eines Fersensporns

Besonders oft einher geht der Fersensporn mit Erkrankungen anderer Strukturen im Fuß, beispielsweise einer Entzündung der Plantarsehne an der Fußunterseite. Das komplizierte System aus Knochen, Sehnen und Muskeln, die das für die Dämpfung beim Gehen wichtige Fußgewölbe aufrechterhalten, ist äußerst empfindlich. Deshalb führen schon kleinste Störungen an einer Stelle oft zu weitreichenden Schmerzen.

Das leistet ein Spezialist für Fersensporn

Erste Anlaufstelle bei Schmerzen im Fuß und an der Ferse ist in der Regel ein Orthopäde. Aber auch Fuß- und Sprunggelenkschirurgen sind Spezialisten für Fersensporn. Für die sichere Diagnose der Erkrankung reicht es oft, wenn der Arzt den Fuß und vor allem den schmerzempfindlichen Punkt abtastet. Ist der Fersensporn nicht zu fühlen, gibt ein Röntgenbild Aufschluss und sichert die Diagnose.

Verfügt Ihr Orthopäde nicht über ein eigenes Röntgengerät, wird er Sie hierfür an eine Radiologie weiter verweisen. In seltenen Fällen, bei Verdacht auf einen Faszienriss, kann auch ein MRT angeordnet werden. Bei der späteren Therapie arbeitet ein Spezialist für Fersensporn außerdem eng mit Physiotherapeuten und Sanitätshäusern, die entsprechende Orthesen anfertigen, zusammen. Nur in seltenen Fällen muss für einen operativen Eingriff ein Chirurg hinzugezogen werden.

Die richtige Behandlung bei Fersensporn

Damit die Entzündung, die die meisten Schmerzen verursacht, abklingen kann, sollte der betroffene Fuß zuerst einmal geschont werden. Starke Belastungen wie Joggen, lange Strecken gehen oder Barfuß laufen sollten vermieden werden, bis die Beschwerden wieder verschwunden sind. Speziell angefertigte Einlagen für die Schuhe helfen, die Ferse abzupolstern. Dadurch nimmt einerseits der Schmerz ab andererseits wird die Ferse auch entlastet, was die Heilung positiv beeinflusst.

Liegt eine Verkürzung der Planarfaszie oder der Wadenmuskeln vor, müssen diese gedehnt werden, um den Sehnenansatz langfristig zu entlasten und chronische Entzündungen zu vermeiden. Hierfür lernen Patienten in der verordneten Physiotherapie, mit welchen Übungen sie Ihren Füßen etwas Gutes tun. Reicht dies nicht aus, kommen spezielle Schienen, die nachts getragen werden und für eine Dehnung sorgen, zum Einsatz.

Zur kurzfristigen Schmerzlinderung verschreiben Spezialisten für Fersensporn oft entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac. Auch Kortison Injektionen kommen bei besonders schlimmen Schmerzen zum Einsatz.

Sind all diese Maßnahmen nicht erfolgreich und die Entzündung besteht aufgrund des Fersensporns fort, wird dieser von einem Chirurgen operativ entfernt. Dies ist jedoch die letzte verfügbare Therapiemaßnahme und wird daher nur äußerst selten durchgeführt.

Quellen

  • https://www.tk.de/techniker/service/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/orthopaedische-erkrankungen/wenn-jeder-schritt-schmerzt-hilfe-bei-fersensporn-2018646
  • https://flexikon.doccheck.com/de/Kalkaneussporn
  • https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/knochen-,-gelenk-und-muskelerkrankungen/erkrankungen-der-f%C3%BC%C3%9Fe/plantare-fasziitis