Morbus Ahlbäck-Spezialisten

Morbus Ahlbäck ist eine Erkrankung des Kniegelenks, bei dem das Knochengewebe nicht mehr richtig durchblutet wird und in der Folge abstirbt. Spezialisten für Morbus Ahlbäck befassen sich mit der Diagnose und Behandlung der Osteonekrose im Kniegelenk. Die meisten Experten auf diesem Fachgebiet sind Orthopäden.

Empfohlene Spezialisten

Kurzübersicht:

  • Was ist Morbus Ahlbäck? Ein spontaner Abbau von Knochengewebe im unteren Bereich des Oberschenkelknochens. Die Beschwerden ähneln denen einer Kniearthrose. Die Erkrankung betrifft vor allem ältere Menschen ab 60 Jahren.
  • Ursachen & Risikofaktoren: Eine Durchblutungsstörung wird als Ursache vermutet. Risikofaktoren sind Stoffwechselerkrankungen, Tumorerkrankungen, Beinfehlstellungen und Meniskusschäden.
  • Symptome: Plötzlich auftretende Schmerzen auf der Innenseite des Kniegelenks, Gelenkerguss mit Bewegungseinschränkungen, eine zunehmende O-Bein-Stellung.
  • Diagnose: Eine körperliche Untersuchung steht am Anfang der Diagnostik. Fortgeschrittene Stadien zeigen sich erst später im Röntgenbild, eine MRT kann aber auch frühe Formen darstellen. Ergänzend kann eine Knochenszintigraphie zum Einsatz kommen.
  • Konservative Behandlung: In manchen Fällen heilt die Erkrankung von selbst bzw. schreitet nicht weiter fort. Hier reicht dann eine konservative Therapie mit orthopädischen Schuheinlagen, Physiotherapie und Medikamenten.
  • Operative Behandlung: Schreitet die Erkrankung fort, können verschiedene chirurgische Verfahren zum Einsatz kommen. Gelegentliche ist eine gelenkerhaltende OP möglich. In schweren Fällen ist eine Knieteil- oder Knietotalendoprothese erforderlich.
  • Nachbehandlung: Auf die OP folgt eine Physiotherapie.
  • Prognose: Der Behandlungserfolg hängt vom Alter des Patienten, dem Erkrankungsstadium und der Therapie ab. Die Prognose ist meistens, auch bei einer OP, gut. Die Ausheilung kann aber einige Zeit in Anspruch nehmen.

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- Weitere Informationen

Was ist Morbus Ahlbäck?

Bei Morbus Ahlbäck kommt es zu Durchblutungsstörungen auf der Innenseite des Kniegelenks. Betroffen ist vor allem der Bereich des Oberschenkels. Das Knochengewebe wird nicht mehr ausreichend versorgt, sodass eine Nekrose entsteht. Das bedeutet, dass das Knochengewebe zugrunde geht. Die genaue Ursache ist unbekannt, die Erkrankung tritt aber häufig in Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus auf.

Zu den Symptomen der Osteonekrose des Kniegelenks gehören:

  • starke Schmerzen
  • ein Erguss des Kniegelenks
  • eine eingeschränkte Kniebeweglichkeit

Orthopäden – Spezialisten für Morbus Alhbäck

Bei Verdacht auf einen Morbus Ahlbäck sollten Sie einen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie aufsuchen. Dieser hat sich nach seinem Medizinstudium in einer 6-jährigen Ausbildung auf die Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparats, also auch des Kniegelenks spezialisiert. Orthopäden sind Experten für die Gelenkstrukturen des Knies, also Knochen, Muskeln, Sehnen und Knorpel.

Wie wird der Morbus Ahlbäck behandelt?

Auch in früheren Erkrankungsstadien führt der Arzt häufig eine sogenannte Umstellungsosteotomie durch. Dabei werden die nekrotisierten Anteile des Knochens entfernt. In fortgeschritteneren Stadien kann ein künstlicher Gelenkersatz erforderlich sein. Häufig rufen Fehlstellungen der Beine die Knochennekrose hervor. Mithilfe einer Osteotomie kann der Chirurg diese Fehlstellung korrigieren und so einer weiteren Ausbreitung der Erkrankung vorbeugen. Zur symptomatischen Behandlung verordnet der Arzt zudem schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR).

Quellen
https://www.aerztekammer-bw.de/20buerger/30patientenratgeber/g_m/malbaeck1.html
https://flexikon.doccheck.com/de/Morbus_Ahlb%C3%A4ck#Therapie

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