Ein Lipödem ist eine Fettvermehrung, die sich in der Regel am Po, den Beinen und den Armen des Betroffenen bemerkbar macht und von der fast nur Frauen betroffen sind. Lange nahm die Medizin an, dass ein Lipödem durch Übergewicht entsteht. Heute weiß man jedoch, dass bei dieser Erkrankung die Fettverteilung im Körper gestört ist. Spezialisten für das Lipödem sind Fachärzte aus verschiedenen medizinischen Fachgebieten, je nach gewünschtem Behandlungsfokus.

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Der richtige Arzt bei der Lipödem-Behandlung

Oftmals sind Allgemeinmediziner und Hausärzte erster Ansprechpartner bei Beschwerden, die sich durch ein Lipödem erklären lassen. In der Regel sind die anfänglichen Merkmale und Symptome dieser Erkrankung jedoch sehr unspezifisch, sodass der Hausarzt oder Allgemeinmediziner Betroffene dann an einen speziellen Facharzt überweist. Hierzu zählen Phlebologen, Lymphologen und plastisch-ästhetische Chirurgen.

Die besten Ergebnisse bei der Lipödem-Behandlung lassen sich mit einer interdisziplinären Therapie erzielen. Dies bedeutet, dass verschiedene Behandlungsmethoden unterschiedlicher medizinischer Fachgebiete bei der Behandlung zusammenarbeiten.

Was sind die Symptome eines Lipödem?

Ein Lipödem ist für Betroffene gleich in mehrfacher Hinsicht sehr unangenehm. Zum einen betrifft dies die optische Komponente und zum anderen geht ein Lipödem auch mit körperlichen Beschwerden einher. Neben den Wassereinlagerungen, die zu einem unförmigen Aussehen von Beinen, Gesäß und Armen führen, kommt es zu äußerst unangenehmen Spannungsschmerzen. Zusätzlich klagen Betroffene über vermehrte Blutergüsse sowie Druckschmerzen an den betroffenen Körperpartien. Die Beine werden bei dieser Erkrankung gleichmäßig schwer und dick; dieses Phänomen reicht in der Regel von der Hüfte bis hin zum Fußgelenk. Ein Lipödem kann sich jedoch auch an den Oberarmen bilden. Im Gegensatz hierzu bleiben Füße, Hände und Oberkörper in der Regel schlank.

Welche Ursachen kommen für ein Lipödem infrage?

Die Medizin konnte bisher noch nicht vollständig klären, wie es zu einem Lipödem kommen kann. Bekannt ist bislang jedoch, dass als Ursache der Erkrankung genetische Komponenten in Kombination mit hormonellen Veränderungen infrage kommen können.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einem Lipödem?

Die Therapie bei einem Lipödem besteht aus einer konservativen und operativen Behandlung. Bisher existiert jedoch keine Heilungsmöglichkeit der grundsätzlichen Erkrankung. Die vermehrten Fettzellen lassen sich jedoch mit einer Liposuktion vollständig entfernen. Das Ergebnis ist eine definierte und deutlich schlankere Körperform. Für Betroffene bedeutet dies ein freieres und unbeschwerteres Leben und damit eine neue Lebensqualität. Auch die psychische Gesundheit bessert sich oft, da sich Betroffene durch ihre übermäßige Körperfülle an den betroffenen Körperpartien optisch unschön und unförmig fühlen. Neben der operativen Behandlungsoption gehören auch Lymphdrainagen und Kompressionen zu den Therapiemöglichkeiten.

Die konservative Therapie bei der Lipödem-Behandlung

Lymphdrainagen und Kompressionen sind wichtige Bausteine bei der Therapie - insbesondere, wenn der Patient unter Schmerzen durch das Lipödem leidet. Idealerweise startet der Betroffene direkt nach der Diagnose mit diesen Maßnahmen und führt diese ein Leben lang durch. Im Zusammenspiel mit regelmäßiger Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung und einer Liposuktion lassen sich in vielen Fällen die Beschwerden bei Betroffenen deutlich lindern.

Die operative Therapie bei der Lipödem-Behandlung

Sollte sich mit der konservativen Therapie keine Linderung der Beschwerden erreichen lassen, kann dies mit einer Liposuktion geschehen. Bei diesem Eingriff wird das veränderte Fettgewebe entfernt, was zu den dicken Beinen, Armen und den damit verbundenen Schmerzen führt. Im Zuge der operativen Therapie wird dann gleichzeitig auch das optische Erscheinungsbild verbessert.