Die häufigste Form bösartiger Neubildungen der Leber ist das Hepatozelluläre Karzinom, abgekürzt HCC. Mit drei Prozent bei den Frauen und sechs Prozent bei den Männern ist diese Art des Leberkrebses eine der häufigeren Krebserkrankungen.

Es kommt beim Hepatozellulären Karzinom in den Zellen der Leber zu Mutationen. Diese rufen wiederum Zellen hervor, die unkontrolliert und ungehindert wachsen. Gehäuft mit dieser Art von Krebs einhergehen die Krankheiten Hepatitis B oder eine Leberzirrhose. Wenn die Leber ausfällt und ihre Funktionen im Körper nicht mehr erfüllen kann, bedeutet dies den Tod für den Betroffenen. Ohne Leber ist der Körper also nicht überlebensfähig.

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Was sind die Symptome von Leberkrebs?

Die Symptome sind eher unspezifisch und reichen von allgemeiner Schwäche über Leistungseinbrüche bis hin zu Gewichtsverlust. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit berichten Betroffene über Druckgefühle im Bauch und beobachten bei sich Vorwölbungen der Bauchdecke. Auch eine Gelbfärbung der Haut kann auf Leberkrebs – aber auch andere Erkrankungen der Leber - hindeuten.

Wie behandeln Leberkrebs-Spezialisten den Tumor?

Grundsätzlich bestehen die besten Heilungschancen, je eher die Tumorzellen in der Leber gefunden werden und somit die Diagnose Leberkrebs gestellt werden kann. Bei bösartigen Lebertumoren bestehen die besten Überlebensraten, wenn es zu einer vollständigen operativen Entfernung der Neubildung kommt. Sollte zusätzlich eine schwere Leberzirrhose vorhanden sein, lässt sich darüber hinaus über eine Lebertransplantation nachdenken.

Palliative Maßnahmen, also Maßnahmen, die das Überleben erleichtern und gegebenenfalls verlängern, die Krankheit jedoch nicht heilen können, sind nur bedingt möglich. Die Lebensqualität des Betroffenen lässt sich jedoch durch verschiedene Maßnahmen, beispielsweise die Verbesserung des Galleabflusses oder eine Chemotherapie, deutlich verbessern.

Wie diagnostizieren Spezialisten Leberkrebs?

Grundsätzlich schreitet der Krankheitsverlauf sehr rasch fort. Die Diagnose eines Tumors geschieht mithilfe von MRT, CT oder Ultraschall. Die Diagnose Leberkrebs lässt sich mit einer Feinnadelbiopsie sichern. Hierbei wird Lebergewebe mithilfe einer speziellen Nadel durch die Bauchdecke entnommen. Dies geschieht unter örtlicher Betäubung.

Heilungschancen und Lebenserwartung bei Leberkrebs

Alles in allem steht es um die Heilungschancen bei Leberkrebs vergleichsweise schlecht. Vor allem Patienten, die unter einer Leberzirrhose leiden und damit in Sachen Leberkrebs zum besonders gefährdeten Personenkreis zählen, sollten sich zweimal im Jahr einem speziellen Screening unterziehen. Dies beinhaltet eine Ultraschall- und Laboruntersuchung, bei der nach Tumormarkern gesucht wird.

Die durchschnittliche Überlebenszeit nach der Stellung der Diagnose Leberkrebs beträgt unbehandelt etwa vier Monate. Nach einem operativen Eingriff beträgt die Überlebenszeit Betroffener durchschnittlich drei Jahre. Wenn das gesamte Tumorgewebe entfernt wird, sind zwischen 20 und 50 Prozent der Patienten geheilt.

Welche Ärzte sind Spezialisten für Leberkrebs?

Bei der Diagnose Leberkrebs wird der Patient von Ärzten verschiedener Fachrichtungen behandelt. Zu diesen zählen Ärzte aus den Bereichen Onkologie, Viszeralchirurgie, Gastroenterologie, Nuklearmedizin und Radiologie, die sich auf die Behandlung von Lebertumoren spezialisiert haben. Aufgrund ihrer Erfahrung und ihrem Wissen sind sie bei allen Fragen rund um das Thema Leberkrebs der richtige Ansprechpartner.

Quellen

  • https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/leberkrebs.html
  • https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-053OLp_S3_Leberkrebs_2014-11-abgelaufen.pdf
  • https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-053OLl_S3_Hepatozellul%C3%A4res_Karzinom_Diagnostik_Therapie_2013-abgelaufen.pdf