Fibromyalgie-Spezialisten widmen sich der Diagnose und Behandlung des Fibromyalgiesyndroms (FMS). Die Erkrankung ist durch chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen charakterisiert. Bei der Behandlung arbeiten häufig Schmerztherapeuten mit Orthopäden und Rheumatologen zusammen.

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Was ist das Fibromyalgiesyndrom?

Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort Fibromyalgie Faser-Muskel-Schmerz. Tatsächlich sind Schmerzen in verschiedenen Körperbereichen typisch für die Erkrankung. Oft sind Rücken, Arme und Beine betroffen. Die Patienten klagen zudem über Steifigkeits- und Schwellungsgefühle der Hände, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche oder starke Erschöpfung. Damit der Arzt die Diagnose Fibromyalgie stellen kann, müssen die Beschwerden über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten bestehen. Früher überprüfte der Arzt zudem die Schmerzempfindlichkeit bestimmter Druckpunkte, der sogenannten Tender Points. Heute gehört die Schmerzempfindlichkeit der Tender Points nicht mehr zu den obligatorischen Diagnosekriterien.

Fibromyalgie-Spezialisten – Ausbildung und Qualifikation

Das Fibromyalgiesyndrom ist ein komplexes Krankheitsbild. An der Diagnose und Behandlung sind häufig mehrere Spezialisten beteiligt.

Ein guter Ansprechpartner bei Verdacht auf Fibromyalgie ist der Rheumatologe. Rheumatologen befassen sich mit der Diagnose und Therapie von Erkrankungen, die dem Rheumatischen Formenkreis zugeordnet werden. Dazu gehört neben der Polyarthritis auch die Fibromyalgie. Ein Rheumatologe kann ein Internist mit der Zusatzbezeichnung Rheumatologie oder aber ein Orthopäde mit Zusatzausbildung in der Rheumatologie sein.

Insbesondere in der Behandlung der Fibromyalgie spielen Schmerztherapeuten eine wichtige Rolle. Lange Zeit gab es in Deutschland keine offizielle Ausbildung zum Schmerztherapeuten. Seit Ende der 90er Jahre können Ärzte jedoch eine Weiterbildung absolvieren und dann die Zusatzbezeichnung "Spezielle Schmerztherapie" führen. Schmerztherapeuten sind in den Bereichen der Schmerzanamnese, der Schmerzanalyse sowie im Einsatz schmerztherapeutischer Verfahren besonders geschult.

Behandlungsmöglichkeiten bei Fibromyalgie

Beim Fibromyalgiesyndrom ist eine interdisziplinäre Behandlung besonders wichtig. Das bedeutet, dass Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Physio- und gegebenenfalls auch Psychotherapeuten den Patienten gemeinsam behandeln.

Zur medikamentösen Behandlung kommen unter anderem Antidepressiva und auch Antikonvulsiva zum Einsatz. Im Gegensatz zu anderen rheumatischen Erkrankungen werden Kortison und andere Rheumamedikamente nicht verordnet.

Wärmebehandlungen wie beispielsweise Ganzkörper-Wärmetherapie oder Infrarotbehandlungen empfinden die meisten Patienten als sehr wohltuend. Bei starken Schwellungsgefühlen kann die Lymphdrainage Linderung verschaffen.

Eine Kombination aus Bewegungstherapie, physikalischer Therapie beim Physiotherapeuten und Entspannungsverfahren hat sich in der Therapie der Fibromyalgie als hilfreich erwiesen.

Quellen

  • https://www.fibromyalgie-fms.de/
  • https://schmerzliga.de/fibromyalgie.html
  • https://www.dgss.org