Nachlassende Leistungsfähigkeit kann zwar am Alter liegen, aber auch durch eine organische Erkrankung verursacht werden. Im Zuge der natürlichen Alterung wird das Herz wie andere Organe in Mitleidenschaft gezogen. Eine Herzklappenerkrankung ist relativ häufig und äußert sich beispielsweise dadurch, dass Treppensteigen schwerfällt und normale Alltagsverrichtungen Beschwerden machen.

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Herzklappenrekonstruktion - Weitere Informationen

Verdächtige Symptome


Eine Herzklappenerkrankung beeinträchtigt den Blutfluss vom Herzen zu den Organen. Der Körper bekommt nicht mehr genug Sauerstoff. Der Erkrankte wird kurzatmig, hat Brustschmerzen, ist schnell erschöpft und neigt zu Schwindel und Benommenheit. Der Herzschlag wird rasch und unregelmäßig, auch die Füße schwellen an. Jedes einzelne Symptom kann auf eine Herzerkrankung hindeuten, deshalb ist der sofortige Arztbesuch wichtig.


Welcher Arzt behandelt Herzklappenerkrankungen?


Fachärzte für Erkrankungen des Herzens sind Kardiologen. Die Kardiologie gehört zur Inneren Medizin. Kardiologen haben sich durch eine mehrjährige Zusatzausbildung auf die Behandlung von Herzerkrankungen spezialisiert. Die Weiterbildung dauert mindestens sechs Jahre. Kardiochirurgen nehmen Operationen an den Herzklappen und anderen Bereichen des Herzens vor. Sollte Ihr Arzt die Erneuerung der Herzklappen befürworten, überweist er Sie an ein Herzzentrum. Hier arbeiten mehrere Spezialisten fachbereichsübergreifend miteinander.


Ursachen einer Herzklappenerkrankung


Angeborene Defekte können ebenso ursächlich sein wie Entzündungen am Herzen. Die lassen das Gewebe vernarben und die Herzklappen öffnen und schließen nicht mehr ordnungsgemäß. Die häufigste Ursache sind altersbedingte Veränderungen. Sie beeinträchtigen die Elastizität und den Schließmechanismus der Herzklappen.


Diagnose einer Herzklappenerkrankung


Der Internist hört bereits beim Abhorchen des Brustkorbs, ob das Herz untypische Geräusche macht. Diese sind ein erstes Anzeichen für eine Herzklappenerkrankung. Daraus resultieren weitere Untersuchungen wie die Echokardiographie. Weitere Tests sind notwendig, um mögliche Krankheiten unterscheiden zu können.


Aortenklappenstenose: dritthäufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung


Die Aortenklappenstenose, welche die Herzklappen der Aorta betrifft, steht nach Bluthochdruck und koronaren Herzerkrankungen an dritter Stelle der Herzerkrankungen in Deutschland. Mit der Zeit kann sie lebensbedrohlich werden und ist häufiger Grund für eine OP. Bei schwerer Aortenklappenstenose hilft nur der Austausch der Herzklappen. Heute wird dies mithilfe der Kathedertechnik und selten am offenen Herzen durchgeführt. Minimalinvasive Operationen an der Herzklappe gehören zwar zum chirurgischen Alltag, sind aber dennoch belastend. Auch mit Komplikationen wie Entzündungen ist zu rechnen. Deshalb müssen gefährdete Personen prophylaktisch Antibiotika einnehmen.

Eine neue, künstliche Herzklappe hat zwar eine sehr lange Lebensdauer, doch der Patient muss lebenslang Blutgerinnungshemmer einnehmen. Auch biologische Herzklappen stehen zur Wahl. Sie werden besser vertragen und machen Gerinnungshemmer überflüssig. Sie kommen aber nicht für jeden Patienten/jeden Herzklappentyp infrage.

Quellen:
https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/article/333109/haeufigste-ursache-herzklappen-erkrankungen-inzwischen-altersbedingte-veraenderungen.html
https://www.operation-karriere.de/karriereweg/assistenzarzt/aerztliche-weiterbildung-kardiologie.html

Quellen:

http://www.aerzteblatt.de/archiv/115014/Perkutane-und-chirurgische-Therapie-der-Mitralklappeninsuffizienz

http://www.dhm.mhn.de/ww/de/pub/dhm/kliniken_und_institute/herz_und_gefaesschirurgie/chir_erworbene_herzfehler/minimalinvasive_chirurgie.htm

http://www.kardionet.de/herzklappenoperation

http://www.medscapemedizin.de/artikel/4901082