Experteninterviews

Heute geht es um einen ganz besonderen Arzt: Er praktiziert bereits in dritter Generation und hat schon als kleiner Junge gerne seinem Vater über die Schultern geschaut.
 prof samiiDie Rede ist von Professor Dr. med. Amir Samii. Dieser Mediziner zählt zu den weltweit wichtigsten Neurochirurgen. Er ist Vizepräsident und stellvertretender ärztlicher Direktor am International Neuroscience Institute ® (kurz INI) in Hannover. Als Vorstand des Weltverbands für Neurochirurgen ist es sehr daran interessiert, die neurochirurgische Ausbildung auch in anderen Ländern aktiv voranzutreiben, was auch sein Engagement für diverse Ausbildungsprojekte in Afrika sehr deutlich macht. Am INI werden zusätzlich Neurochirurgen aus nahezu allen Ländern der Welt ausgebildet. Im Gespräch mit Professor Samii erfährt man von einem erfahrenen Mediziner, der völlig in seiner beruflichen Tätigkeit aufgeht. So erklärt er uns auch seine Hauptmotivation, in Bezug auf die Frage, warum er sich ausgerechnet für diese Fachrichtung entschieden hat. Ihn fasziniert die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit dem wohl geheimnisvollsten Organ unseres Körpers, dem Gehirn. 
„Wir gewinnen täglich neue Erkenntnisse über dieses großartige Organ und doch wirft es immer noch so viele Fragen auf“.
 Darüber hinaus schätzt Professor Samii die Einzigartigkeit des Fachbereichs. „Neurochirurgie ist  einen Nischenfach. Die Kombination aus fachlichem Spezialwissen, stark technologischer Ausrichtung und die Vernetzung mit zahlreichen Neurochirurgen aus aller Welt eröffnet spannende Arbeitsfelder, die einen auch über die eigenen Grenzen hinausschauen lassen.“ In der Tat genügt ein Medizinstudium noch lange nicht: Um als Neurochirurg tätig werden zu können, bedarf es eine zusätzliche sechsjährige Weiterbildung – darunter die mehrmonatige Ausübung neurochirurgischer Intensivmedizin. Seit über 20 Jahren beschäftigt sich der Spezialist mit der Behandlung komplexer Erkrankungen, Fehlbildungen und Verletzungen des zentralen und peripheren Nervensystems – mit Zwischenstationen an der Berlin Charité und dem Brain Research Institute in Los Angeles, bevor er zurück nach Hannover kehrte. „Gefäßmissbildungen im Kopf oder der Wirbelsäule, aber auch Tumore im Bereich des Spinalkanals (z.B. Rückenmark), die auf die Nerven drücken, gehören genauso zu meinem Behandlungsschwerpunkt am INI wie Bandscheibenvorfälle, degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule oder Patienten nach einem Schlaganfall.“ Dabei integriert das INI sämtliche Nachbardisziplinen, so der Mediziner, um eine zentrale Patientenversorgung zu gewährleisten. „Wir haben an unserem Institut ein einmaliges abteilungsfreies Konzept entwickelt, das alle relevanten Experten aus den verschiedenen Fachbereichen in die Patientenversorgung mit einbezieht. Kurze Wege und der intensive Austausch auf Augenhöhe sorgt für einen reibungslosen Ablauf und schließlich für sehr gute Ergebnisse.“ 
301_bild_1Verblüffend ist, dass das INI überhaupt nicht wie eine Klinik wirkt. Im Gegenteil! „Ja, es ist eher eine Art internationales Gesundheitshaus mit Wohlfühlambiente (um nicht Hotel zu sagen), in dem man nicht ständig an seine Krankheit erinnert wird, sondern sich vielmehr erholen und vom ersten Tag an neue Kraft schöpfen kann.“ Und wer, wenn nicht die Kopf-Spezialisten selbst, wissen am Besten, wie sich ein entspanntes Umfeld positiv auf die Psyche auswirkt!
 Vielen Dank für die interessante Einblicke, Herr Professor Samii! Wollen Sie mehr über den medizinischen Experten erfahren, dann besuchen Sie den Leading Medicine Guide.