Schweißdrüsenabsaugung - Spezialisten und Informationen

Menschen, die sehr stark schwitzen, leiden häufig sehr unter dieser lästigen, unangenehmen Eigenschaft. Übliche Gegenmaßnahmen wie Deos helfen meist nur für kurze Zeit. Betroffenen von Hyperhidrose (übermäßigem Schwitzen) kann daher eine Operation zur dauerhaften Entfernung der Schweißdrüsen helfen. Diese stellt eine Kombination der herkömmlichen Fettabsaugung und der sogenannten Saug- oder Suktionskürettage dar, der scharfen Abtragung der Schweißdrüsen. Das Verfahren der Absaugung bietet eine sichere und effektive Behandlung des Problems.

Im Folgenden finden Sie weitere Informationen sowie Spezialisten für eine Schweißdrüsenabsaugung.

Empfohlene Spezialisten für eine Schweißdrüsenabsaugung

Artikelübersicht

Schweißdrüsenabsaugung - Weitere Informationen

Definition: Was ist eine Schweißdrüsenabsaugung?

Bei einer Schweißdrüsenabsaugung handelt es sich um die dauerhafte Entfernung der Schweißdrüsen. Bisher wird das Verfahren lediglich im Achselbereich durchgeführt und findet minimalinvasiv statt. Durch Absaugen wird die Schweißproduktion gekappt und daher in Zukunft unterbunden.

Gründe für eine Schweißdrüsenabsaugung 

Gerade im Achselbereich hat der Mensch sehr viele Schweißdrüsen - etwa 140 pro Quadratzentimeter. Wenn man sehr oft nasse Achseln hat, können dafür unterschiedliche Gründe verantwortlich sein haben:

  • Echte Hyperhidrose: Es handelt sich um eine Fehlfunktion des vegetativen Nervensystems. Betroffene schwitzen die ganze Zeit, unabhängig von der Außentemperatur und den körperlichen Aktivitäten.
  • Axilläre Hyperhidrose: Es handelt sich um besonders heftiges Schwitzen unter den Achseln. Verstärkt tritt das Phänomen bei hohen Temperaturen und alltäglichen Anstrengungen wie Treppensteigen auf.

Viele Betroffene übermäßigen Schwitzens leiden unter den unschönen dunklen Flecken unter den Armen. Die Folge sind Schamgefühle und ein erschwerter Kontakt zu anderen Menschen. Für die Betroffenen bedeutet dies häufig eine deutliche Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität. Wenn sich die Hyperhidrose durch einen unangenehmen Schweißgeruch bemerkbar macht, kommt eine hygienische Komponente hinzu. Für die Leitragenden bedeutet das außerdem zusätzlichen Stress und Unwohlsein.

Selbst in Drogerie und Apotheke erhältliche Antitranspirante, die für Hyperhidrose entwickelt wurden, erfüllen häufig nur bedingt ihren Zweck. Dauerhaft helfen kann bei diesem Problem häufig nur ein operativer Eingriff.

Vorgehen bei einer Schweißdrüsenabsaugung

Die Schweißdrüsen unter den Achseln liegen direkt unter der Haut zwischen den Fettzellen. Die Operation dauert nur etwa 45 Minuten und wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Dafür reibt der Mediziner die Achselregion Zunächst mit einer Betäubungslösung ein. Anschließend führt er eine Kanüle über einen kleinen Stichkanal in der vorderen Achsellinie in das subkutane Fettgewebe.

Die etwa drei Millimeter breiten Schnitte unter- und oberhalb der Achselhöhle dienen dazu, die Kanüle in die Unterhaut einzuführen. Dann saugt der Arzt die Schweißdrüsen ab und verschließt die Schnitte mit Klammerpflastern und einem Druckverband. Unmittelbar nach der OP ist die Achselhöhle trocken.

Je nachdem wie intensiv die Behandlung erfolgt, werden mit dieser Behandlung 95 bis 98 Prozent der Schweißdrüsen in der Achselhöhle dauerhaft entfernt. Ein zusätzlicher Vorteil für viele Frauen ist, dass ein großer Teil der Haarwurzeln im Achselbereich durch den Eingriff mit entfernt wird.

Von dem beschriebenen Eingriff zu unterscheiden ist die sogenannte radikale Exzision. Bei dieser schneidet der Arzt die Achselhaut - inklusive der Schweißdrüsen - komplett heraus. Da diese Art der Operation eine große Narbe hinterlässt, ist sie nicht zu empfehlen. Die Behandlung mit Botox (Botulinumtoxin) dagegen ergibt einen viel schwächeren Effekt als eine Operation. Außerdem hält die Wirkung nach Botox für nur etwa acht Monate an.

Patientenverhalten nach der Schweißdrüsenabsaugung

Nachdem der Patient aus seinem Dämmerschlaf aufgewacht ist, bleibt er noch kurz zur Beobachtung in der Obhut der Ärzte. Normalerweise entlässt das Krankenhaus ihn aber schon am selben Tag. Wichtig ist es, über den Zeitraum von zwei Wochen hinweg spezielle Kompressionskleidung zu tragen. Duschen kannst du aber schon bereits am Folgetag wieder.

Um Infektionen zu vermeiden, verordnet der Mediziner ein Antibiotikum, das die Patienten für drei Tage einnehmen müssen. Alltagstätigkeiten sind in der Regel sofort nach der OP wieder möglich. Sei jedoch vorsichtig und schone dich für ein bis zwei Tage.

Komplikationen, Risiken, Prognose

Eine Schweißdrüsenabsaugung birgt nur wenige Risiken. Da die die Schweißdrüsen der Achseln nur einen kleinen Teil der gesamten Schweißdrüsenaktivität übernehmen, ist dies für den Körper kein Nachteil.

Natürlich bringen aber sämtliche Behandlungen der Ästhetischen und Plastischen Chirurgie leichte Risiken für Nebenwirkungen. Um das Verfahren möglichst schonend und risikoarm zu gestalten, sollte es in jedem Fall von einem erfahrenen Facharzt durchgeführt werden. In der Folge ist auf die Symptome zu achten. So treten leichte Blutergüsse in der behandelten Gegend häufig auf, sind aber unbedenklich. Gravierendere Folgen könnten zum Beispiel Durchblutungsstörungen der Haut sein.

Durch die Platzierung unter den Armen und die minimalinvasive Schnittführung sind Narben nach dem Eingriff kaum zu erkennen. Es kann zu geringeren Beschwerden wie kleinen Blutergüssen oder Verhärtungen in der betroffenen Region kommen. Diese verschwinden aber recht schnell wieder. Ernstere Komplikationen umfassen entzündliche Reaktionen, Blutungen, Unregelmäßigkeiten der Hautoberfläche oder Pigmentverschiebungen sowie die Bildung von, Dellen und Zysten.

Die Chancen auf einen Behandlungserfolg sind bei der Schweißdrüsenabsaugung relativ hoch. So liegt die Erfolgsrate bei 70 bis 80 Prozent. Berücksichtigen sollten Sie bei Ihrer Entscheidung für oder wider eine Operation, dass die Wirkung des Eingriffs manchmal schon nach einigen Jahren nachlässt.

Fazit

Für Menschen, die übermäßig viel schwitzen, bietet sich eine Schweißdrüsenabsaugung an. Dabei handelt es sich um ein operatives Entfernen der Schweißdrüsen unter den Achseln. Das Verfahren erfolgt ambulant. Wie bei einer Fettabsaugung führt der Arzt den Eingriff durch sehr kleine Schnitte am Achselhöhlenrand durch. In diese führt er eine dünne Kanüle ein, durch die er dann die Drüsen absaugt. Im Rahmen der Nachsorge tragen die Patienten für zwei Wochen Kompressionskleidung. Dafür erhalten sie mit der Schweißdrüsenabsaugung eine spürbare und dauerhafte Verringerung der Schweißproduktion.

Quellen

https://meyer-gattermann.de/behandlungen/schweissdruesenabsaugung/
http://www.drheitland.com/schweissdrusenabsaugung-muenchen/
https://aestheticum-praxisklinik.de/behandlung/schweissdruesenabsaugung
Whatsapp Twitter Facebook VKontakte YouTube E-Mail Print