Knie-Reha: Spezialisten für die Zeit nach der OP

Das Knie trägt ein Leben lang das Gewicht Ihres Körpers und kommt selbst mit großen Lasten und komplexen Bewegungen problemlos zurecht. Mit den Jahren zählen verschiedene Begleiterscheinungen in Form von Verschleiß und damit verbundenen Schmerzen zu den Phänomenen, von denen viele Patienten betroffen sind. Nachhaltige Schädigungen am Knie beziehungsweise am Gelenk des Knies führen häufig zur Notwendigkeit einer Operation. Die Schwere des Eingriffs macht eine orthopädische Knie-Reha im Anschluss meist erforderlich.

Im Folgenden finden Sie Informationen zu den Chancen und Möglichkeiten, die mit einer solchen Knie-Reha verbunden sind sowie ausgewählte Spezialisten und Knie-Reha-Kliniken.

Empfohlene Knie-Reha-Spezialisten in Kliniken

Artikelübersicht

Knie-Reha - Weitere Informationen

Definition: Knie-Reha

Eine Knie-Reha ist eine Anschlussheilbehandlung (AHB), die nach einer Knie-Operation in einer anerkannten Rehaklinik stattfindet. In der Regel beginnen Sie bereits im Krankenhaus wenige Tage nach dem Eingriff mit leichten physiotherapeutischen Übungen. Die Reha beginnt üblicherweise einige Tage nach Ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus, in dem Sie operiert wurden.

Wenn Sie eine Knieprothese (etwa eine Knie-TEP) erhalten haben, so besteht eine Verpflichtung zur anschließenden Rehabilitation, da die Funktionsfähigkeit des Implantats von entsprechenden Mobilisierungsübungen abhängt. Bei anderen Operationen empfiehlt Ihr Arzt eine Reha in einer entsprechenden Klinik, beispielsweise bei einer Operation am Meniskus, einer Achskorrektur (Umstellungsosteotomie) oder einer Transplantation von Knorpelzellen.

Gründe für eine Knie-Reha

Das primäre Ziel einer Knie-Reha ist die aktive Unterstützung Ihrer Beweglichkeit, die sehr zeitnah nach der Operation beginnt. Es ist sinnvoll, dass zwischen dem Ende Ihres Krankenhaus-Aufenthaltes und dem Beginn der Reha nur wenige Tage vergehen. Ein maximaler Zeitraum von bis zu zwei Wochen ist die Empfehlung der Experten. Bei der anschließenden Behandlung stehen sowohl die Verbesserung Ihrer Beweglichkeit als auch das Erlernen eines sachgemäßen Umgangs im Fokus, darunter mit einem neuen Kniegelenk.

Die Rehabilitation ist die Basis, damit Ihr Knie Ihnen langfristig Halt bietet und die Muskeln und Bänder gut funktionieren. Dabei vermitteln Ihnen die Therapeuten den richtigen Umgang mit den Bewegungsabläufen. Hat Ihnen Ihr behandelnder Arzt orthopädische Hilfsmittel verordnet, dient der Aufenthalt in der Knie-Reha der Vermittlung eines sachgerechten Umgangs damit. Die therapeutischen Maßnahmen in der Klinik haben insgesamt das Ziel, Sie bestmöglich wieder auf Ihren normalen beruflichen und auch sozialen Alltag vorzubereiten.

Ablauf einer Knie-Reha

Eine Anschlussheilbehandlung für das Knie ist eine orthopädische Reha. Die behandelnden Therapeuten sind entsprechend vorwiegend aus dem Bereich der Orthopädie und Physiotherapie. Die für Ihre Behandlung zuständigen Experten sind Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie. Sie stimmen mit Ihnen anhand der Befunde aus dem Krankenhaus einen individuellen Therapie- und Behandlungsplan ab, der genau auf Ihre Knie-OP zugeschnitten ist. Je nach Ausgangsbasis für die Reha, etwa die Implantation einer Prothese, passt Ihr Arzt die Behandlung an.

Für Ihre Reha kommen unter anderem folgende Maßnahmen infrage:

  • Physiotherapie (Einzelbehandlung oder in einer Gruppe)
  • Geh- und Lauftraining
  • Training zum Muskelaufbau und zur Gelenkstabilisierung
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Reizstromtherapie
  • Bewegungsbäder
  • Bewegungsschulung
  • Beratung zu Fragen der Wiedereingliederung in den Beruf

Sie haben unter Umständen die Möglichkeit, die orthopädische Reha vollstationär in einer Reha-Klinik vorzunehmen oder auch ambulant sowie teilstationär. Hierzu berät Sie üblicherweise das Krankenhaus, in dem Sie die Knie-OP haben. Die Dauer der Knie-Reha liegt meist bei drei bis vier Wochen. Je nach medizinischer Indikation ist in Einzelfällen eine Verlängerung auf sechs Wochen möglich. Hierzu ist vorab eine Klärung mit dem Kostenträger erforderlich, bei der Ihnen Ihr Arzt behilflich ist.

Nachsorge bei der Knie-Reha

In der Reha wird mit Ihnen ein maßgeschneidertes therapeutisches Konzept erarbeitet. Es hat den Zweck, Sie auch nach der Behandlung zu befähigen, mit Ihrem wiederhergestellten Knie zurechtzukommen. Das Konzept besteht aus unterschiedlichen Bausteinen, die jeweils aufeinander abgestimmt sind. Vielfach ist dabei eine wöchentliche physiotherapeutische Begleitung sinnvoll, um den Status quo zu erhalten, beziehungsweise das Knie für einige Zeit gezielt zu trainieren.

Ihr Therapieplan sieht möglicherweise Übungen vor, die Sie nach der Knie-Reha selbst zu Hause durchführen. Hier ist es hilfreich, diese in den Alltag zu integrieren, um das Gelenk nachhaltig zu schützen und stabilisieren und den Muskelaufbau nicht zu vernachlässigen. Ein hohes Maß an Regelmäßigkeit ist bei der Durchführung wichtig, um den Erfolg der Knie-Reha beizubehalten.

Darüber hinaus finden Nachsorge-Untersuchungen statt, die der Kontrolle des Zustands nach der OP und Reha dienen. Zur Nachsorge zählen entsprechend Röntgenuntersuchungen Ihres Knies, die Ihr Arzt zunächst nach einem Zeitraum von drei Monaten vornimmt, danach nach einem weiteren Jahr und später meist in einem Abstand von drei bis fünf Jahren.

Risiken und Prognose bei einer Knie-Reha

Die Aussichten nach einer Knie-Reha hängen wesentlich davon ab, wie fit Sie als Patient bereits vor der OP waren und wie umsichtig Sie Ihr Knie im weiteren Verlauf trainieren. Je nach Ausgangsbasis wird Ihnen Ihr Arzt möglicherweise Krafttraining empfehlen, damit Sie Ihr Knie langfristig gut stabilisieren. Generell ist die Haltbarkeit eines künstlichen Kniegelenks in hohem Maße abhängig von der Art der Belastung. Sportarten mit ruckartigen oder springenden Bewegungsabläufen führen möglicherweise zu einer Lockerung des Gelenks.

Eine starke Muskulatur ist wesentlich für ein stabiles Knie. Hinzu kommen Bewegungen, die Ihr Knie gleichmäßig belasten. Wenn Sie sich regelmäßig sportlich betätigen möchten, ist hierzu eine Beratung bei Ihrem Orthopäden sinnvoll. Bei Bedarf hilft eine sportmedizinische Untersuchung, die richtige Sportart auszuwählen. Ein hohes Übergewicht gilt als deutlich erhöhtes Risiko bei der positiven Prognose einer Knie-OP und anschließenden Reha. Hier hilft eine sogenannte Lebensstiländerung, die mit einer Gewichtsreduktion verbunden ist.

Fazit

Eine orthopädische Knie-Reha ist in den meisten Fällen die zentrale Voraussetzung, um Ihr Knie nach einer Operation langfristig funktionsfähig und beweglich zu halten. Dazu zählen sowohl die therapeutischen Maßnahmen, die Ihnen Ihr behandelnder Facharzt für Orthopädie in der Anschlussbehandlung verordnet als auch Ihre eigenen Bemühungen danach. Mit regelmäßigen Übungen und bei Bedarf einer ergänzenden physiotherapeutischen Behandlung im weiteren Verlauf, helfen Sie mit, Ihr Knie langfristig zu stabilisieren.

Quellen

https://www.klinik-hellweg.de/indikationsspektrum/reha-orthopaedie/die-reha-nach-einer-knie-op/
https://www.klinik-quellenhof.de/indikationsspektrum/reha-orthopaedie/die-reha-nach-knie-op/
https://www.klinikkompass.com/rehakliniken-fuer-patienten-mit-knie-tep/
https://www.gesundheitsinformation.de/was-erwartet-mich-vor-und-nach-der-operation.html
https://www.rehakliniken.de/krankheiten/krankheiten-nach-thema/kniebeschwerden
https://www.gesundheitsinformation.de/was-erwartet-mich-vor-und-nach-der-operation.html
https://gelenk-doktor.de/knie-gelenk/die-knieprothese-knie-tep/leben-sport-rehabilitation-haltbarkeit-der-knieprothese
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