Ästhetische Chirurgie – Innerer Schönheit nach außen verhelfen

Zentren für Ästhetische Chirurgie bieten Leistungen der wiederherstellenden Chirurgie, z. B. nach Tumorerkrankungen oder Unfällen, sowie „Optimierungsleistungen“ zur ästhetischen Korrektur medizinisch nicht indizierter Patientenwünsche an. Dazu gehören beispielsweise die Lidstraffung, die Faltenreduktion oder die klassische Brustvergrößerung. Das Ziel der Ästhetischen Chirurgie ist die Verbindung von Funktion und Ästhetik.

Schönheit ist relativ, heißt es. Abweichungen von der Norm, ob natürlicherseits bedingt oder Folge eines Unfalls oder einer schweren Erkrankung, fallen unseren Mitmenschen schneller ins Auge und schränken zum Teil das soziale Leben der Betroffenen ein. Um diesen Menschen helfen zu können – mit medizinischer Indikation oder auch nur aus reinem Optimierungswunsch –, gibt es die Spezialisten für Plastische und Ästhetische Chirurgie.


Medizinischer Lektor Dr. rer. nat. Marcus Mau

Dieser Artikel wurde nach den Vorgaben aktueller medizinischer Fachliteratur, Leitlinien und wissenschaftlichen Standards verfasst und sorgfältig von Medizinern geprüft.

Übersicht

Empfohlene Spezialisten

Ästhetische Chirurgie - Weitere Informationen

Behandlungsspektrum der Ästhetischen Chirurgie

Bei den folgenden Behandlungswünschen oder ästhetischen Problemen sollten Sie sich an einen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie wenden:

  • Brustvergrößerung/Brustverkleinerung/Bruststraffung,
  • Körperformung, z. B. Bauchstraffung oder Gesäßstraffung
  • Genital-Chirurgie,
  • Ästhetische Chirurgie des Gesichtes (Halsstraffung, Oberlidstraffung, Lippenformung, …)
  • Faltenbehandlung mit Botox, Hyaluronsäure, Laser oder Eigenfettunterspritzung,
  • Eigenhaartransplantationen

Wer bezahlt die Behandlung in der Ästhetischen Chirurgie?

Behandlungen, die der Wiederherstellung von Funktion oder Ästhetik nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung dienen, werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Das gleiche gilt auch bei zum Teil das Aussehen sehr stark einschränkenden Geburtsdefekten, wie den Kiefer- und Gaumenspalten.

Anders sieht die Sachlage jedoch bei reinen „Optimierungswünschen“ von Patienten aus. Diese werden nicht von den Krankenkassen bezuschusst. Dies gilt vor allem für Faltenbehandlungen im Zuge des Anti-Agings, für Brustvergrößerungen, Penisverlängerungen sowie die Anpassung der Nasenform.

Das macht einen Spezialisten für ästhetische Chirurgie aus

Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie weist die folgenden drei Punkte aus, die für Spezialisten im Fach Ästhetische Chirurgie zwingende Grundvoraussetzung sein sollten, um eine hohe Qualität in der Patientenversorgung zu sichern:

  • Spezialisten für Ästhetische Chirurgie tragen den Facharzttitel für Plastische bzw. Plastische und Ästhetische Chirurgie. Dieser setzt eine sechsjährige Facharztausbildung voraus.
  • Die Fachärzte sollen im Fachgebiet Ästhetische Chirurgie seit mindestens zwei Jahren selbstständig in eigener Praxis oder Klinik tätig sein.
  • Jeder Spezialist für Ästhetische Chirurgie nimmt regelmäßig an fachlichen Fortbildungen teil, besucht einschlägige Kongresse und Workshops, um das eigene Wissen aktuell zu halten.

Informieren Sie sich am besten im Vorfeld über die Klinik und das ärztliche Personal in der Ästhetischen Chirurgie, ob diese die oben genannten Kriterien einhalten. Zusätzlich zum Weiterbildungsverhalten im Fachgebiet sollten Spezialisten für Ästhetische Chirurgie auch über ausreichend praktische Erfahrungen im Fachgebiet verfügen. Fragen Sie also gezielt nach dem Umfang der erbrachten Leistungen pro Jahr. Eine Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie sollte danach den Hauptteil ihrer Zeit mit Operationen aus dem Fachgebiet füllen können und über hohe Erfolgsquoten verfügen.

Quellen

  • https://www.dgaepc.de/wp-content/uploads/2015/04/Facharzttitel.pdf
  • https://www.dgpraec.de/plastische-chirurgie/aesthetische-chirurgie/

Behandlungsschwerpunkte