Chancen und Herausforderungen des Medizintourismus in Österreich
Wie sich das Geschäftsfeld "Ausländische Patienten" gewinnbringend und effektiv nutzen lässt
Weltweit lassen sich inzwischen jedes Jahr Hunderttausende Menschen in ausländischen Kliniken behandeln, sei es, weil die medizinische Versorgung im eigenen Land mangelhaft ist oder weil die Behandlungskosten im Ausland deutlich geringer sind. Auch in Österreich ist in den letzten Jahren ein Anstieg der Zahl ausländischer Patienten zu beobachten gewesen. Dabei handelt es sich inzwischen nicht mehr ausschließlich um Touristen, die sich während ihres Urlaubes in Österreich verletzten, etwa beim Skifahren, sondern zunehmend auch um Patienten aus dem Ausland, die gezielt nach Österreich reisen, um sich in einer der angesehenen Österreicher Kliniken behandeln zu lassen.
Für Österreicher Kliniken und Spitäler stellen diese ausländischen Patienten eine lukrative Einnahmequelle sowie die Chance, Überkapazitäten im Gesundheitswesen gewinnbringend zu nutzen, dar. Grund genug für diese, sich intensiv damit zu beschäftigen, wie der grenzüberschreitende Medizintourismus am besten genutzt und vermarktet werden kann.
Internet als wichtigstes Werbemedium
Um sich erfolgreich im globalen Wettbewerb des Gesundheitstourismus zu behaupten, müssen Österreichische Kliniken und Spitäler zunächst lernen, ihre Vorzüge, Stärken und Kompetenzen richtig zu verkaufen und potentielle Patienten aus dem Ausland gezielt auf sich aufmerksam zu machen. Das wichtigste Werbemedium für die gezielte Ansprache internationaler Patienten ist dabei das Internet - noch vor persönlichen Kontakten, Weiterempfehlungen und Vermittlern.
So dient etwa die Webseite einer Klinik für die meisten Patienten aus dem Ausland als erste Anlaufstelle, um sich über die Fachabteilungen, Ärzte, Behandlungsmöglichkeiten, Ausstattung, Behandlungskosten und Zahlungsmodalitäten einer Klinik zu informieren. Aus diesem Grund sollten diese Informationen auf der Webseite einer Klinik für ausländische Patienten nicht nur auf Deutsch, sondern auch in der jeweiligen Landessprache, zumindest aber auf Englisch, zur Verfügung stehen. Genau hier setzt der Leading Medicine Guide als mehrsprachiges Informations- und Klinikportal mit seinen ausführlichen Präsentation ausgewählter Österreicher Fachärzte und Fachkliniken an.
Lukrativste Zielgruppe: Russische und arabische Patienten
Modernste Operationsmethoden, fortschrittliche medizinische Geräte und zahlreiche Ärzte mit internationalem Ansehen haben dazu beigetragen, dass Österreich inzwischen im Ausland als ein Land mit einer der weltweit besten medizinischen Versorgung gilt. Immer mehr ausländische Patienten entscheiden sich deshalb für eine Behandlung in österreichischen Universitätskliniken, Privatkliniken oder Rehabilitationszentren.
Ein Großteil der Medizintouristen, die sich für eine Behandlung in ausländischen Kliniken entscheiden, stammt dabei aus Ländern wie Russland oder dem Nahen Osten. Patienten aus dem russischen und arabischen Raum gehören deshalb inzwischen zur lukrativsten und wichtigsten Zielgruppe von Kliniken, die sich im Geschäftsfeld des Medizintourismus etablieren wollen. Um speziell den Bedürfnissen dieser Zielgruppe gerecht zu werden und sie umfassend über die medizinischen Leistungen von Spitzenmedizinern in Österreich zu informieren, ist der Leading Medicine Guide deshalb nicht nur in deutscher und englischer Sprache, sondern auch in Russisch und Arabisch verfügbar.
Zusatzaufwendungen für ausländische Patienten
Für österreichische Kliniken und Spitäler ist der Zeitaufwand bei der Betreuung von Patienten aus dem Ausland von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Heimreise wesentlich höher als bei Patienten aus dem Inland. Neben der medizinischen Versorgung der ausländischen Patienten müssen sich die österreichischen Kliniken nämlich unter anderem auch um die Erstellung mehrsprachiger Kostenvoranschläge, die Erledigung von Einreiseformalitäten, die Abholung vom Flughafen und die Organisation von Dolmetscherdiensten kümmern. Aufgrund dieser Zusatzaufwendungen ist es in Österreich auch üblich, unterschiedliche Preise für in- und ausländische Patienten sowie Zuschläge für den erhöhten Betreuungsaufwand abzurechnen.