Hodenkrebs-OP - Medizinische Experten

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Hodenkrebs-OP - Weitere Informationen

Bei Hodenkrebs handelt es sich um eine bösartige Erkrankung, die anfangs einen der Hoden befällt und im weiteren Verlauf auch Samenleiter und Nebenhoden betreffen kann. Hodenkrebs ist bei der Vielzahl der Patienten heilbar und stellt bei jungen Männern die häufigste Krebserkrankung dar. Dennoch beträgt der Anteil von Hodenkrebs nur etwa 1,6 Prozent aller Krebsneuerkrankungen und ist daher vergleichsweise selten.

Ursachen für Hodenkrebs

Die Medizin konnte bisher die Ursachen für Hodenkrebs nicht endgültig klären. Jedoch gibt es einige Risikofaktoren, die das Entstehen von Hodenkrebs begünstigen können, wie es beispielsweise für Männer gilt, bei denen ein Hodenhochstand diagnostiziert wurde oder im Kindesalter bestanden hat.

Symptome bei Hodenkrebs

Hodenkrebs kann sich durch verschiedene Beschwerden äußern, wie beispielsweise:
  • tastbare Verhärtungen
  • Schweregefühl und Größenzunahme
  • Schmerzen

Tastbare Verhärtungen

Eine Verhärtung innerhalb des Hodensacks ist eines der häufigsten Symptome von Hodenkrebs. Hierbei fühlt sich die Oberfläche des Hodens höckerig oder knotig an.

Schweregefühl und Größenzunahme

Wenn sich einer der Hoden vergrößert, kann das ein Anzeichen für Hodenkrebs sein. Dies trifft auf etwa 70 Prozent der Personen zu, bei denen Hodenkrebs diagnostiziert wird. Eine solche Größenzunahme lässt sich entweder durch das Tumorwachstum oder eine Ansammlung von Flüssigkeit erklären. Aufgrund der Größenzunahme beschreiben Patienten, dass sich der betroffene Hoden schwer anfühlt.

Schmerzen

Schmerzen treten lediglich bei zehn bis 15 Prozent der Hodenkrebs-Patienten auf. Schmerzen im Hoden sind somit nur selten das erstes Anzeichen für Hodenkrebs. Sollten Schmerzen auftreten, kann dies durch den wachsenden Hodentumor bedingt sein. Doch auch Blutungen im Krebsgewebe können zu drückenden oder stechenden Schmerzen beim Patienten führen.

Wie erfolgt die Diagnose bei Hodenkrebs?

Es existiert keine spezielle Methode, mit der sich Hodenkrebs erkennen lässt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Männer regelmäßig ihren Hodensack auf Veränderungen untersuchen. Bei Schmerzen in einem oder beiden Hoden sollte der Patient einen Arzt aufsuchen.

Sollte Verdacht auf Hodenkrebs vorliegen, wird der Urologe die Hoden untersuchen und mit dem Patienten mögliche Risikofaktoren abklären. Anschließend erfolgt eine Ultraschall-Untersuchung des Hodens sowie der Bauchorgane. Mithilfe dieser Untersuchung kann der Arzt einen möglichen Tumor bildlich darstellen. Die Diagnose Hodenkrebs lässt sich letztlich nur mit einer Gewebeprobe ausschließen oder bestätigen. In diesem Fall wird der Arzt im Rahmen eines kleinen chirurgischen Eingriffs Hodengewebe entnehmen, was daraufhin im Labor untersucht wird.

Sollte der Hodenkrebs bereits weit vorangeschritten und es zu einer Bildung von Metastasen gekommen sein, sind zusätzliche bildgebende Verfahren, wie etwa MRT oder CT, notwendig.

Wie erfolgt die Behandlung bei Hodenkrebs?

In der Regel beginnt die Behandlung von Hodenkrebs mit einer Operation des betroffenen Hodens. Das Stadium der Erkrankung entscheidet dann über die weitere Behandlung. Zunächst muss der Chirurg den kompletten Hoden im Rahmen einer Operation entnehmen, um bösartiges Gewebe entfernen zu können. Es ist abhängig von der Art des Hodentumors sowie dem Fortschritt der Krebserkrankung, welche Therapieoptionen an die Operation angeschlossen werden.

Behandlung im Anfangsstadium

Sollte der Hodenkrebs in einem frühen Tumorstadium erkannt worden sein, genügt in der Regel oftmals die Operation selbst. Allerdings sollte der Patient die regelmäßigen Termine zur Nachuntersuchung beim Arzt wahrnehmen, damit ein möglicher Rückfall rechtzeitig erkannt werden kann.

Trotz moderner Untersuchungsverfahren und dem operativen Eingriff können Mikrometastasen, also sehr kleine Tochtergeschwülste, bei einem kleinen Teil der Patienten übersehen werden. Aus diesem Grund sollte auch bei einem Hodenkrebs im Anfangsstadium über eine mögliche Strahlen- oder Chemotherapie nach dem operativen Eingriff nachgedacht werden.

Behandlung im fortgeschrittenen Stadium

Wenn sich der Krebs bereits ausgebreitet haben sollte, ist eine Strahlentherapie im Anschluss an die Operation obligatorisch. Haben sich bereits Fernmetastasen gebildet oder ist der Lymphknotenbefall ausgeprägt, ist eine Chemotherapie unvermeidlich.

Heilungsverlauf von Hodenkrebs

Der Verlauf bei einem behandelten Hodenkrebs ist in den meisten Fällen günstig, insbesondere, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Bei keiner anderen Krebserkrankung ist die Prognose besser als beim Hodenkrebs. Eine dauerhafte Heilung gelingt fast immer, wenn sich der bösartige Hodentumor lediglich auf den Hoden beschränkt – wenn die Erkrankung also in einem frühzeitigen Stadium erkannt wird.

Doch auch wenn es bereits zu einer Bildung von Metastasen gekommen ist, bestehen bei Hodenkrebs gute Heilungschancen. Eine deutliche Mehrheit der Betroffenen wird wieder vollständig gesund und kann ein normales Leben führen. Jedoch kann ein Hodenkrebs im fortgeschrittenen Stadium eine drastischere Behandlung erfordern, bei der im weiteren Verlauf einige Nebenwirkungen die Folge sein können. Zu den möglichen Nebenwirkungen der Behandlung von Hodenkrebs zählen eine gestörte Ejakulation sowie eine reduzierte Samenproduktion. Dies kann zu Unfruchtbarkeit des Mannes führen. Eine mangelhafte Potenz und damit eine dauerhaft beeinträchtigte Sexualität müssen betroffene Männer jedoch nicht befürchten.

Selbsterkennung von Hodenkrebs

Hodenkrebs lässt sich nicht vorbeugen. Nach bisherigen Erkenntnissen spielen Umweltfaktoren sowie der Lebensstil keine Rolle für die Entstehung von bösartigen Hodentumoren. Da sich Hodenkrebs besonders gut behandeln lässt, wenn er frühzeitig erkannt wird, ist die Früherkennung besonders wichtig.

Für Männer ist es empfehlenswert, ihre Hoden regelmäßig abzutasten. Mediziner empfehlen, eine solche Selbstuntersuchung zwischen dem 15. und dem 45. Lebensjahr einmal monatlich durchzuführen. Dies ist vor allem für Männer wichtig, die unter einem Hodenhochstand oder familiärer Vorbelastung leiden und damit ein erhöhtes Risiko für Hodenkrebs haben. Eine Selbstuntersuchung der Hoden bietet sich beispielsweise bei einem Bad oder beim Duschen an. Durch das Wasser wird die Haut des Hodensacks weicher und lässt sich angenehmer abtasten. Nehmen Sie für die Untersuchung eine entspannte Haltung ein und tasten Sie Ihre Hoden ab:

  • Nehmen Sie die Hoden in beide Handflächen und bewegen Sie sie mit sanftem Druck zwischen Daumen und Fingern hin und her.
  • Achten Sie hierbei auf mögliche Schwellungen oder Knoten.
  • Untersuchen Sie Ihre Hoden zudem von außen auf mögliche Veränderungen, wie etwa Schwellungen.
  • Vergleichen Sie Gewicht und Größe der beiden Hoden miteinander. In den meisten Fällen ist einer der Hoden größer als der andere, was jedoch vollkommen normal ist und keinen Anlass zu Besorgnis gibt. Wenn Sie die Hoden regelmäßig miteinander vergleichen, wird es Ihnen einfacher fallen, Größenveränderungen eines Hodens festzustellen.

Fazit

Bei Hodenkrebs handelt es sich um eine vergleichsweise seltene Krebserkrankung, die vor allem jüngere Männer betrifft. Eine spezielle Vorbeugung gegen Hodenkrebs gibt es nicht. Die Ursachen für das Auftreten von Hodenkrebs sind in der Medizin noch nicht endgültig geklärt. Als Behandlung bei Hodenkrebs kommt immer eine Operation und Entfernung des betroffenen Hodens infrage. Grundsätzlich sind die Heilungschancen von Hodenkrebs gut bis sehr gut - auch in fortgeschrittenen Krankheitsstadien.

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