Radiologen – Medizinische Experten für Radiologie

Das Fachgebiet der Radiologie umfasst das Röntgen, die Computertomographie, die Magnetresonanztomographie und die Sonographie. Alle vier sind sogenannte bildgebende Verfahren, die in der Diagnostik unerlässlich sind, um in das Körperinnere blicken zu können. Besonders vor einer Operation ist das essentiell, um die gegebenen Bedingungen einsehen zu können. Ungefähr zwei Drittel aller Diagnosen beruhen auf den Befunden durch ein bildgebendes Verfahren. Alle hier gelisteten Radiologen sind Spezialisten auf diesen Gebieten und wurden nach strengen Richtlinien für Sie handverlesen ausgewählt.

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Radiologie - Weitere Informationen

ComputertomographieHintergrund Radiologie

Jede radiologische Untersuchung dient einem anderen Zweck und erstellt andere Bilder auf denen unterschiedliche Strukturen erkennbar sind. Eine bekannte Anwendung ist zum Beispiel die Mammographie zur frühzeitigen Erkennung von Brustkrebs.

Während das Röntgen mittels Röntgenstrahlung arbeitet und auch die Computertomographie diese Technik nutzt, kommt die Magnetresonanztomographie (MRT) und Sonographie ohne jegliche schädliche Strahlung aus.

Die MRT ist in ihrer Entdeckung und Entwicklung auch jünger als die Röntgenstrahlung. Außer der Tatsache, dass keine metallischen Gegenstände in der Nähe oder im Magnetresonanztomographen sein dürfen, sind keine schädlichen Nebenwirkungen bekannt. Das starke Magnetfeld während einer radiologischen Untersuchung mittels MRT zieht Metallteile an und kann so bei im Körper liegenden zu Verletzungen führen. In der Vergangenheit gab es zum Beispiel Zwischenfälle mit einem Herzschrittmacher, einem Metallsplitter im Gehirn eines Patienten oder außen stehenden Metallplatten.

Diese Komplikationen sind aber heutzutage bestens bekannt und können bei einer Diagnostik mittels MRT ausgeschlossen werden. Auch das in den meisten Fällen benötigte Kontrastmittel hat kaum bis keine Nebenwirkungen.

Alle bildgebenden Verfahren zur Diagnostik bringen heutzutage nur geringe Risiken mit sich, die mit dem Wissen und richtigen Vorkehrungen weitestgehend minimiert werden können. Vor der ionisierenden Röntgenstrahlung können Arzt und Patient sich schützen.

Die Fachgebiete Strahlentherapie und Nuklearmedizin sind zwar eng mit der Radiologie verwandt, aber mittlerweile eigenständige Fachgebiete der Medizin. Ein Teilgebiet der Radiologie ist die Neuroradiologie.

Strahlenschutz in der Radiologie

Für Personen, die beruflich Röntgenstrahlung ausgesetzt sind, liegt der maximale Wert bei 20 mSv jährlich. Um das zu kontrollieren, müssen die betroffenen Personen wie Arzt oder MTAs ein sogenanntes Dosimeter tragen.
Um sich bei den Untersuchungen vor Röntgenstrahlung zu schützen, tragen Radiologen und Patienten zum Beispiel Bleischürzen, Brillen oder einen Schilddrüsenschutz.
Der möglicherweise durch sie entstehende Schaden steht in keiner Relation mit dem enormen Nutzen, den die bildgebenden Verfahren der Radiologie für die Diagnostik haben.
Nur durch die Radiologie können eindeutige Bilder des Körperinneren gemacht werden, die Aufschluss darüber geben, welche Anzeichen einer Erkrankung vorliegen und wie diese am effektivsten behandelt werden kann.

Radiologn und Diagnostik

Im Prinzip ist jeder Facharzt ein Experte für Diagnostik. Aber ein Experte für Radiologie ist immer ein Facharzt für Radiologie.

Dabei handelt es sich um eine Facharztausbildung zum Radiologen. Der Facharzt für Radiologie muss nach seinem Studium der Humanmedizin noch mindestens fünf Jahre Weiterbildung absolvieren, um sich als Radiologe zu spezialisieren.

Neben den radiologischen Untersuchungsmethoden der Diagnostik, also den bildgebenden Verfahren, lernt der Facharzt für Radiologie neben den Techniken und physikalischen Regeln der Messgeräte wie MRT, CT oder Röntgen insbesondere auch die Diagnosestellung.

Neben der Erstellung der Bilder gehört deren Beurteilung und die Diagnose einer Krankheit zu den wichtigsten Tätigkeiten eines Radiologen. Er kann die entstandenen Bilder nicht nur am treffsichersten beurteilen, sondern gibt dadurch auch die Richtung für eine weitergehende Therapie vor.

Während Radiologen früher hauptsächlich diagnostizierten, gibt es heute auch Fachärzte für Radiologie, die komplexe Krankheitsbilder behandeln. Dazu zählen zum Beispiel die interventionelle Radiologie oder Brachytherapie.

Außerdem sind komplexe Subspezialisierungen zum Beispiel zum Kinderradiologen oder Strahlentherapie/Nuklearmediziner mittlerweile üblich.

Behandelnde Radiologie

Die Diagnostik ist immer noch das Hauptaufgabenfeld eines Radiologen. Doch der klinische Bereich der Radiologie wird immer umfangreicher.

Der Facharzt für Radiologie kann bei der interventionellen Radiologie minimalinvasive Verfahren mit Hilfe der bildgebenden Verfahren anwenden. Dazu gehört zum Beispiel die Rekanalisierung eines Gefäßes. Solche Verfahren werden von dem Facharzt für Radiologie ambulant durchgeführt.

Bei der interventionellen Radiologie kommen hoch moderne Geräte zum Einsatz. Zusätzlich muss der ausführende Radiologe noch besondere Eigenschaften mitbringen, um die minimalinvasiven Eingriffe mit dem bestmöglichen Ergebnis durchführen zu können.

Der Experte für interventionelle Radiologie benötigt eine filigrane Fingerfertigkeit und ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen, damit die OP-Instrumente entsprechend des Bildes der radiologischen Bildgebung eingeführt werden können.

Neben diesen minimalinvasiven Verfahren steckt in dem Fachgebiet der Radiologie noch enormes Potential, welches sich aufgrund des technischen Fortschrittes immer weiterentwickelt. Dazu gehört zum Beispiel das sogenannte Therapiemonitoring und die minimalinvasive Onkologie.

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