Fettabsaugung - Medizinische Experten

Die Fettabsaugung, auch Liposuktion genannt, gehört weltweit zu den am häufigsten durchgeführten Schönheitsoperationen. Mittels einer Kanüle, die in das Fettgewebe eingeführt wird, wird dem Patienten Fett abgesaugt. Eine Fettabsaugung ist fast an allen Stellen des Körpers möglich.

Weiterführende Informationen zur Liposuktion finden Sie weiter unten.

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Fettabsaugung - Weitere Informationen

Wichtig zu wissen ist, dass das Fettabsaugen in der Mehrzahl der Fälle nur ästhetischen Zwecken dient. Meist beginnt es jenseits der 30: Kleine Fettpölsterchen wachsen an Hüften, Beinen und vor allem am Bauch. Mit Diäten und Sport lässt sich diesen ungeliebten Formen auf Dauer nicht immer beikommen. Viele Frauen, aber auch immer mehr Männer, lassen sich daher das Fett in einer Klinik oder Praxis von einem Spezialisten absaugen.

Gründe für eine Fettabsaugung

Einer Fettabsaugung, auch Liposuktion genannt, liegen immer kosmetische bzw. ästhetische Gründe zugrunde. Störende Fettpolster befinden sich nämlich immer an den Körperstellen, wo sie besonders den ästhetischen Gesamteindruck der Körperproportionen beeinträchtigen, und zwar an den Hüften, am Po, am Bauch, an den Oberschenkeln, an der Wade oder unter dem Kinn. Dies beeinträchtigt nicht nur das Körpergefühl, sondern auch das Selbstbewusstsein der betroffenen Menschen. Die Entscheidung für eine Fettabsaugung erfolgt daher meist aus dem Wunsch heraus, das eigene Körperbild dauerhaft zu korrigieren und zu verschönern. Eine Fettabsaugung ist dabei generell keine Frage des Alters, sollte aber erfolgen, wenn die Haut noch straff und elastisch ist.

An welchen Stellen lässt sich Fett absaugen?

Eine Fettabsaugung ist eigentlich fast überall am Körper möglich. Besonders häufig aber wird die Operation zur Korrektur der folgenden ästhetischen Probleme durchgeführt:

  • Bauchspeck,
  • Hüftringe,
  • Reiterhosen,
  • Doppelkinn und
  • Cellulite.

Was kostet die Liposuktion und wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt?

Die Kosten und die Dauer des Krankenhausaufenthaltes bei einer Fettabsaugung hängen davon ab, um welches Körperteil es sich handelt und ob der Eingriff ambulant oder stationär durchgeführt wird:

  • Bauch: ab 2.500 Euro, 1 bis 2 Tage ambulant oder 2 bis 6 Tage stationär
  • Oberarm: ab 1.500 Euro bis 2.500 Euro, 1 Tag ambulant oder 2 bis 6 Tage stationär
  • Po: ab 1.500 Euro, 1 Tag ambulant oder 2 bis 6 Tage stationär
  • "Reiterhosen": ab 2.500 Euro, 1 Tag ambulant oder 2 bis 6 Tage stationär
  • Oberschenkel: ab 2.500 Euro, 1 Tag ambulant oder 2 bis 4 Tage stationär
  • Wade: ab 1.500 Euro, 1 Tag ambulant oder 2 bis 4 Tage stationär

Die Liposuktion ist in der Regel eine Selbstzahlerleistung, da sie in den Bereich der ästhetischen Chirurgie fällt und somit als Lifestyle gilt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um eventuelle medizinische Indikationen bei Ihnen zu prüfen. Dann kann sich auch ein Antrag bei der zuständigen Krankenkasse lohnen.

Vorbereitungen und Voruntersuchungen bei einer Fettabsaugung

Spezielle Vorbereitungen auf eine Fettabsaugung sind, abgesehen davon, dass sich der Patient vor der Operation eine Miederhose oder Stützstrümpfe besorgen sollte, nicht notwendig. Da Schmerzmittel wie Aspirin die Blutgerinnung verzögern, sollte für die Dauer von 14 Tagen vor der operativen Lipouktion auf deren Einnahme verzichtet werden. Und auch auf den Konsum von Alkohol und die Einnahme von Schlafmitteln sollte vor der Fettabsaugung verzichtet werden. Notwendige Voruntersuchungen werden am Vortag des Operationstermins in der Klinik durchgeführt.

Verfahren und Methoden einer Fettabsaugung

Die Fettabsaugung ist ein individueller Vorgang, d. h., dass sich die Methoden der Operation von Patient zu Patient unterscheiden können. So richtet sich beispielsweise die Art der Anästhesie (Vollnarkose oder Lokalbetäubung) nach dem Ort und dem Ausmaß des Eingriffs. Ebenso kann es bei einigen Patienten während einer Fettabsaugung notwendig werden, überschüssige Haut über den ehemaligen Fettpolstern gleich mit zu straffen. Jede derartige plastische Operation muss vorher sehr genau geplant werden, denn dadurch lassen sich Komplikationen verringern und der spätere Heilungsprozess wird beschleunigt.

Vorgehen bei einer Liposuktion

Eine Fettabsaugung, bei der nur kleinere Korrekturen erfolgen, wird in der Regel ambulant und unter örtlicher Betäubung mit einer Infusion von Schmerzmitteln durchgeführt. Größere Eingriffe erfolgen meist unter Vollnarkose. Betrifft die Liposuktion die Hüft- und Beinregion kann auch eine Spinalanästhesie durchgeführt werden. Je nach Umfang der Fettabsaugung, muss der Patient nach dem Eingriff 1 bis 8 Tage im Krankenhaus bleiben.

Vor der eigentlichen Liposuktion markiert der Chirurg die Fettpolster in Form von Höhenlinien auf dem Körper und entscheidet, wie die betroffenen Körperstellen modelliert werden sollen. Während der Fettabsaugung selbst führt der Chirurg über einen kleinen 0,5 bis 1 cm langen Hautschnitt an einer möglichst unauffälligen Stelle – etwa in den Gesäßfalten oder im Nabel – eine Kanüle in das betreffende Fettpolster ein. Anschließend werden die überschüssigen Fettzellen abgesaugt, was je nach Körperstelle und Größe des Fettpolsters zwischen 20 Minuten und 2 Stunden dauern kann.


Von Paravis - Michael S. Schwartz, M.D. (Terms of Use), CC BY-SA 3.0, Link

Die abgesaugten Fettzellen werden während der Operation aufgefangen und gemessen, um sicherzustellen, dass an beiden Seiten genauso viel Fett entfernt wird. Das Ziel der Fettabsaugung ist es dabei nicht, sämtliche Fettzellen komplett zu entfernen, sondern an der betreffenden Körperstelle eine neue, ebenmäßige Kontur zu gestalten. Hierfür muss der Chirurg die Haut mit viel Fingerspitzengefühl durch die Haut ertasten und entscheiden, welches Fettgewebe entfernt und welches erhalten werden soll.

Nach der Fettabsaugung wird der Hautschnitt vernäht und dem Patienten werden noch auf dem Operationstisch eine Miederhose und Stützstrümpfe oder Bandagen übergezogen.

Mögliche Komplikationen und Risiken bei einer Fettabsaugung

Wie jeder chirurgische Eingriff ist auch eine Liposuktion mit gewissen Risiken verbunden. So sind nach der Operation Veränderungen der Berührungsempfindlichkeit mit Taubheitsgefühlen an den betroffenen Körperstellen möglich, die mehrere Wochen lang anhalten können. Weitere mögliche Komplikationen sind Blutergüsse und Narbenplatten und ein vermehrter Verlust von Gewebeflüssigkeit. In sehr seltenen Fällen wurden als Komplikation einer Fettabsaugung auch Embolien beschrieben, die intensivmedizinisch behandelt werden mussten.

Blutergüsse und Narbenplatten

Werden die betreffenden Körperstellen nach der Fettabsaugung nicht konsequent bandagiert oder liegt bei dem Patienten eine entsprechende Veranlagung vor, können nach der Fettabsaugung Blutergüsse oder Narbenplatten entstehen, die als oberflächliche Unebenheiten erkennbar werden. Unter Umständen kann dann ein weiterer kleiner Eingriff notwendig werden, wenn sich diese Blutergüsse und Narbenplatten auch nach mehreren Wochen nicht oder nur sehr langsam zurück bilden.

Verlust von Gewebeflüssigkei

Wurden bei einer Liposuktion größere Mengen von Fettgewebe entfernt, kann ein vermehrte Verlust von Gewebeflüssigkeit bzw. Blut die Folge sein. Dieser muss gegebenenfalls durch Infusionen oder Blutkonserven wieder ausgeglichen werden.

Vorbeugung von Komplikationen

Zur Vorbeugung von Komplikationen bei einer Fettabsaugung, sollte der Patient dem Arzt vor dem Eingriff mitteilen, ob er unter Allergien, etwa gegen Medikamente oder Pflegemittel, oder bestimmten Krankheiten leidet. Zudem sollte der Patient den Arzt vorab darüber informieren, ob er zu blauen Flecken oder anhaltenden Blutungen nach Bagatellverletzungen neigt, da in diesem Fall vor der Fettabsaugung Untersuchungen zum Ausschluss einer Blutgerinnungsstörung durchgeführt werden sollten.

Nach der Liposuktion

Unmittelbar nach der Fettabsaugung treten in der Regel leichte Schmerzen und Blutergüsse auf, die sich aber innerhalb von wenigen Tagen bis mehreren Wochen wieder zurückbilden. Zudem ist nach der Fettabsaugung mit Schwellungen der betroffenen Körperstelle zu rechnen, die sich aber in der Regel innerhalb von 3 Monaten völlig zurückbilden.

Die kleinen Narben der Hautschnitte verblassen im Laufe der Zeit und sind bald kaum noch erkennbar. Eine endgültige Bewertung des Ergebnisses ist in den meisten Fällen erst nach 6 bis 9 Monaten möglich.

Eine Fettabsaugung, bei der größere Mengen von Fett entfernt wurden, kann zu einer kurzzeitigen Arbeitsunfähigkeit führen. Normalerweise führt eine Fettabsaugung aber nur zu einer geringen Beeinträchtigung der Beweglichkeit und Befindlichkeit.

Nachbehandlung nach einer Fettabsaugung

In den ersten Wochen nach der Operation sollte Sport vermieden werden und auch auf Massagen und andere übermäßige Beanspruchungen der betroffenen Körperstellen sollte verzichtet werden. Um die Durchblutung anzuregen und den Heilungsprozess zu unterstützen, bieten sich kalte Duschen an.

Für einen Zeitraum von etwa 6 Wochen nach der Fettabsaugung muss der Patient rund um die Uhr Miederhosen, Stützstrümpfe oder Bandagen tragen, um zu verhindern, dass sich in den durch die Fettabsaugung entstandenen Hohlräumen durch Blut, gelöstes Fett oder Gewebeflüssigkeit unerwünschte Narben bilden. Etwa eine Woche nach der Liposuktion sollten die Fäden gezogen und eine Kontrolluntersuchung durchgeführt werden.

Fazit: Ergebnis einer Fettabsaugung

Nach der Entfernung störender Fettpolster und der Modellierung der entsprechenden Körperstellen im Rahmen einer Fettabsaugung wirkt der Körper schlanker und wohlproportionierter. Hierbei sollte jedoch beachtet werden, dass es sich bei einer Fettabsaugung nicht um eine Alternative zum Abnehmen handelt. Mithilfe einer Fettabsaugung lassen sich nämlich nur einzelne Körperstellen mit starken Fettansammlungen, nicht aber der ganze Mensch schlanker machen.

Was kennzeichnet einen Facharzt und eine Spezialklinik für Fettabsaugung?

Es gibt mittlerweile zahlreiche Spezialisten und Kliniken für Fettabsaugung. Ein Vergleich der Leistungen, Kosten und Patientenmeinungen kann sich also lohnen. Für die Wahl einer geeigneten Spezialklinik zur Liposuktion oder eines qualifizierten Chirurgen sollten Sie auf folgende Qualitätsmerkmale achten:

  1. Ist der Arzt spezialisiert auf plastische und ästhetische Chirurgie?
  2. Wieviele Fettabsaugungen hat er/sie bereits erfolgreich absolviert?
  3. Nimmt er/sie sich genug Zeit, Sie umfassend zu beraten?
  4. Klärt er/sie von sich aus und möglichst ausführlich über die Risiken der Operation auf?
  5. Bekommen Sie einen transparenten und vollständig erstellten Kostenvoranschlag inklusive aller Vorbehandlungen sowie der notwendigen Nachbehandlungen?
  6. Hat der Arzt die geeigneten Räumlichkeiten für den Eingriff oder sogar Zugang zu einer Spezialklinik?
  7. Neben Nachsorge und Notfallbetreuung setzt eine Schönheitsoperation auch Vertrauen zum Operateur voraus. Denn eine Fettabsaugung ist immer eine der persönlichsten chirurgischen Eingriffe für die Patienten.

Was macht unsere Ärzte zu Spezialisten für eine Fettabsaugung?

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