Lungenembolie - Medizinische Experten

Hier finden Sie medizinische Experten in Kliniken und Praxen im Fachbereich Lungenembolie. Alle gelisteten Ärzte sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und wurden nach strengen Richtlinien für Sie handverlesen ausgewählt.
Bitte wählen Sie einen Standort oder Behandlungsschwerpunkt aus. Die Experten freuen sich über Ihre Kontaktaufnahme.

Übersicht

Empfohlene Spezialisten

Lungenembolie - Weitere Informationen

Von einer Lungenembolie ist die Rede, wenn ein Butgerinnsel ein Blutgefäß innerhalb der Lunge verstopft. Das Gerinnsel wird in den meisten Fällen aus einer Bein- oder Beckenvene angeschwemmt und verfängt sich in den feinen Verästelungen der Lungengefäße.

Worum handelt es sich bei einer Lungenembolie?

Der Unterschied zwischen einer Thrombose und einer Embolie ist folgender:

  • Thrombus: Ein Blutgerinnsel wächst immer weiter an und führt an dieser Stelle schließlich zum Verschluss des Gefäßes (Thrombose)
  • Embolus: Ein Gebilde, das über die Blutbahn in andere Körperregionen gelangt und dort ein Gefäß verschließt (Embolie)

Im Falle einer Lungenembolie tritt ein plötzlicher Verschluss einer Lungenarterie ein. Bei den meisten Betroffenen ist ein verschlepptes Blutgerinnsel (Embolus) dafür verantwortlich.

Blutgerinnsel verschließt ein eingeengtes Gefäß
Ein Blutgerinnsel verschließt ein (hier krankhaft verengtes) Gefäß

Kommt es zu einer beidseitigen Lungenembolie, besteht höchste Lebensgefahr. So versterben allein in Deutschland jährlich 7000 Bundesbürger an einer Lungenembolie. Besonders betroffen sind alte Menschen zwischen 80 und 85 Jahren. Ein größeres Risiko für eine Embolie besteht außerdem während der Schwangerschaft oder durch die Einnahme der Antibaby-Pille.

Bei einer Lungenembolie gilt es, zwischen unterschiedlichen Emboli zu unterscheiden. Dies sind:

  • feste Emboli, bei denen es sich um verschleppte Blutgerinnsel, Parasiten oder Gewebeteile handelt. Sie sind die Ursache von rund 90 Prozent aller Embolien.
  • gasförmige Emboli, unter denen zum Beispiel Luftblasen verstanden werden, die nach offenen Gefäßverletzungen entstehen
  • flüssige Emboli wie Fetttropfen aus zerstörtem Körpergewebe oder Fruchtwasser, das durch den Geburtsvorgang in die Gefäße vordringt

Ursachen und Risikofaktoren 

Bei den meisten Patienten bildet sich das Blutgerinnsel in einer Beinvene. Kommt es in einer Vene zur Bildung eines Blutgerinnsels, besteht das Risiko, dass es sich von der Gefäßwand loslöst und vom Blutstrom weggeschwemmt wird. Das Blut aus den Beinvenen sowie aus anderen Körperregionen fließt in Richtung rechtes Herz und wird von dort aus zur Lunge gepumpt.

Als mögliche Auslöser für das Ablösen eines Gerinnsels kommen abrupte körperliche Anstrengungen, das Aufstehen am Morgen oder pressende Bewegungen beim Stuhlgang infrage. Abgesehen von losgelösten Blutgerinnseln sind mitunter auch Luft, Fruchtwasser oder Fett für das Entstehen einer Embolie verantwortlich.

Verschiedene Risikofaktoren können die Entstehung eines Thrombus und damit eine Lungenembolie als mögliche Folge begünstigen. Dazu gehören vor allem:

  • Rauchen
  • Hormonersatztherapien
  • dauerhafte Bewegungseinschränkungen
  • Übergewicht
  • längere Flugreisen

Woran lässt sich eine Lungenembolie erkennen?

Bemerkbar macht sich eine Lungenembolie durch verschiedene Anzeichen. Die Art der Beschwerden richtet sich nach dem Ausmaß des verschleppten Blutgerinnsels. Eine weitere Rolle spielt zudem der genaue Bereich des Gefäßverschlusses. So rufen kleinere Lungenembolien manchmal überhaupt keine Symptome hervor. Ist dagegen ein größeres Lungengefäß betroffen, hat dies erhebliche Auswirkungen auf den Blutstrom zwischen Herz und Lunge, sodass schlagartig Beschwerden eintreten. Im schlimmsten Fall ist sogar ein lebensgefährlicher Herz-Kreislauf-Stillstand möglich.

Als typische Symptome einer Lungenembolie gelten:

  • Beschleunigung der Atmung
  • Herzrasen
  • abrupte Atemnot
  • Schmerzen innerhalb des Brustkorbs
  • ein Gefühl der Beklemmung
  • Angst
  • Schweißausbrüche
  • Ohnmacht
  • ein Abfall des Blutdrucks sowie ein Kreislaufschock

Wie wird eine Lungenembolie diagnostiziert?

Der Arzt erfasst im Rahmen der Untersuchung zunächst die Krankengeschichte des Patienten. Dabei erkundigt er sich nach der Art der Beschwerden sowie möglichen Risikofaktoren. Außerdem nimmt er eine körperliche Untersuchung vor.

Eine bedeutende Rolle bei der Diagnostik spielt der sogenannte Wells-Score. Dabei handelt es sich um ein Punktesystem, das nach dem Mediziner Philip S. Wells benannt wurde. Es umfasst sieben Parameter:

  • gibt es Anhaltspunkte für eine tiefe Beinvenenthrombose?
  • sind andere Diagnosen unwahrscheinlich?
  • schlägt das Herz mehr als hundert Mal pro Minute?
  • unterzog sich der Patient in letzter Zeit einer Operation oder musste er streng das Bett hüten?
  • litt der Patient zuvor schon einemal an einem Blutgerinnsel oder einer Lungenembolie?
  • hustet der Patient Blut bzw. tritt Blut im Rachen auf?
  • ist der Patient an Krebs erkrankt?

Pro Frage wird eine bestimmte Punktanzahl vergeben. Je höher diese ausfällt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Lungenembolie.

Therapie einer Lungenembolie

Die Behandlung einer Lungenembolie richtet sich nach deren Schweregrad. Erster Schritt ist das Stabilisieren von Atmung und Kreislauf. Außerdem verabreicht der Arzt ein blutverdünnendes Medikament.

Im Falle einer schweren Lungenembolie, die den Zusammenbruch des Kreislaufs zur Folge hat, sind schnelle lebenserhaltende Maßnahmen erforderlich. Dazu gehören eine Herzmassage sowie die Zufuhr von reinem Sauerstoff durch eine Nasensonde. Über eine Vene werden Medikamente und Flüssigkeit verabreicht. Die weitere Behandlung findet auf der Intensivstation statt.

Prävention

Risikogruppen können der Entstehung einer Lungenembolie vorbeugen. Dazu gehört zum Beispiel die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten wie Cumarinen. Eine weitere wichtige Maßnahme stellt das Anlegen von Kompressionsstrümpfen dar. Diese wirken dem Anstau von Blut in den Beinen und damit der Bildung von Thromben entgegen.

Fazit

Der Verlauf der Lungenembolie hängt von ihrem Ausmaß ab. Durch eine konsequente Therapie lässt sich das Risiko einer erneuten Embolie deutlich verringern.

Standorte der Spezialisten

Klinikstandorte
Flughäfen