Radiochemotherapie - Medizinische Experten

Die Radiochemotherapie ist eine Form der Therapie bei Krebserkrankungen, bei der die Strahlentherapie mit einer Chemotherapie kombiniert wird, da sich Bestrahlung und Chemotherapie gut ergänzen oder sogar in ihrer Wirkung verstärken und dadurch die Heilungschancen bei bösartigen Tumoren erhöhen.

Weitere Informationen zur Radiochemotherapie finden Sie weiter unten.

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Radiochemotherapie - Weitere Informationen

Was ist Radiochemotherapie?

Bei der Behandlung bestimmter Tumoren hat sich herausgestellt, dass die kombinierte Anwendung von Strahlentherapie, d.h. die Einwirkung von energiereicher Strahlung auf einen Tumor, und von Chemotherapie, d.h. die Gabe von Zytostatika, effektiver ist, als die getrennte Anwendung dieser beiden Behandlungskonzepte. Im Gegensatz zur zeitlich getrennten, sequenziellen Radiochemotherapie, bei der Bestrahlung und Gabe von Zytostatika nacheinander geben werden, werden bei der simultanen Radiochemotherapie Bestrahlung und Chemotherapie zu bestimmten Zeitpunkten gleichzeitig in Kliniken für Radiochemotherapie verabreicht. Während die Strahlentherapie gezielt den Tumor zerstört, sollen mit den Zytostatika alle im Körper befindlichen Tumorzellen zerstört werden. Aber auch Tumorzellen, die ggf. unempfindlich gegenüber einer Chemotherapie sind, können durch die Bestrahlung abgetötet werden – und umgekehrt. Auch gibt es Chemotherapeutika, die Krebszellen empfindlicher für Strahlen machen. Durch all diese Effekte werden die Heilungschancen bei bestimmten Tumoren deutlich erhöht und das Risiko reduziert, dass sich Tochtergeschwulste (Metastasen) in anderen Organen und Rezidive bilden.

Bei welchen Krankheiten kommt die Radiochemotherapie zum Einsatz?

Es kommen Krebsarten infrage, die zum einen empfindlich auf Strahlen, andererseits auch auf Zytostatika reagieren. Dazu gehören beispielsweise Analkarzinome und Rektumkarzinome (Darmkrebs), Karzinome im Mund- und Rachenraum (Kopf-Hals-Tumore und Speiseröhrenkrebs), Blasenkrebs, aber auch Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs, Lungenkrebs und Hirntumore.

Vorteile der Radiochemotherapie

Ein entscheidender Vorteil der simultanen Radiochemotherapie besteht darin, dass sich die Behandlung nicht mehr über ein halbes Jahr oder länger hinzieht, sondern nach sechs bis acht Wochen abgeschlossen ist. Der Patient ist zeitlich und körperlich weniger belastet. Nicht zuletzt kann diese Therapie jedoch das Überleben verlängern und die Chancen auf Heilung erhöhen.

Welche Fachärzte und Spezialkliniken führen die Radiochemotherapie durch?

Spezialisten für Radiochemotherapie sind in der Regel Fachärzte für Radioonkologie, die an spezialisierten Kliniken für Radiochemotherapie (Strahlenkliniken) gemeinsam mit Experten anderer Disziplinen (z.B. Onkologie) eine Therapie für Krebspatienten entwickeln. Anstelle der Strahlenklinik kann die Behandlung auch unter Leitung des Spezialisten für Radiochemotherapie/Radioonkologie an einer Klinik für Chemotherapie durchgeführt werden.

Welche Verfahren kommen bei der Radiochemotherapie zum Einsatz?

Bestandteil dieser Therapie ist zum einen die Strahlentherapie, zum anderen die Chemotherapie. Bei der Strahlentherapie werden energiereiche Strahlen möglichst im Tumor gebündelt. Da Krebszellen auf die Bestrahlung empfindlicher reagieren als gesunde Zellen, werden die Krebszellen so geschädigt, dass sie absterben. Bei der Chemotherapie werden Zytostatika eingesetzt, die die sich rasch teilenden Tumorzellen daran hindern, sich weiter zu teilen und so absterben.

Wie läuft die Behandlung mittels Radiochemotherapie ab?

Die simultane Radiochemotherapie folgt einem zeitlich definierten Schema, das von Tumor zu Tumor und Schwere der Erkrankung variieren kann. So kann beispielsweise die Bestrahlung über sechs Wochen an fünf Tagen die Woche erfolgen, und in der ersten und fünften Woche erhält der Patient an allen fünf Bestrahlungstagen zusätzlich eine Chemotherapie.

Wenn das Behandlungskonzept nur eine Radiochemotherapie vorsieht, also eine vorausgehende oder nachfolgende operative Entfernung des Tumors nicht erfolgt, sprechen die Spezialisten für Radiochemotherapie von definitiver Radiochemotherapie. Es kann jedoch sinnvoll sein, dass zunächst der Tumor im Rahmen einer Operation entfernt wird. Diese adjuvante Radiochemotherapie nach einer Operation dient der Vorbeugung von Rezidiven und Tochtergeschwulsten und dem Abtöten noch eventuell vorhandener Tumorreste. Ist der Tumor allerdings so groß, dass er nicht operiert werden kann, wird durch die neoadjuvante Radiochemotherapie vor einer Operation versucht, den Tumor zu verkleinern. Erst anschließend wird er operativ entfernt.

Mit welchen Nebenwirkungen ist bei der Radiochemotherapie zu rechnen?

Mögliche Nebenwirkungen sind im Grunde dieselben, die auch bei alleiniger Chemotherapie und Radiotherapie auftreten. Sie sind individuell verschieden und hängen ab von Strahlendosis, Eindringtiefe, Anzahl an Bestrahlungen und bestrahltem Gewebe sowie Art und Anwendungsdauer des Chemotherapeutikums. So kann die Chemotherapie u.a. Erschöpfung, Blutarmut, Übelkeit, Durchfall, Schleimhautentzündungen und Haarausfall verursachen, bei der Strahlentherapie kommt es relativ häufig zur Narbenbildung (Strahlenfibrose).

Wie finde ich die „beste Klinik“ für Radiochemotherapie in Deutschland?

Eine Klinik als „beste Klinik“ oder „Top Klinik“ für Radiochemotherapie zu bezeichnen ist nicht möglich. Sehr wohl gibt es Ärzte und Kliniken, die sich auf die Behandlung von Krebserkrankungen mittels Radiochemotherapie spezialisiert haben und über große Erfahrung verfügen. Diese Experten finden Sie im Leading Medicine Guide.

Was macht unsere Ärzte zu Spezialisten für Radiochemotherapie?

Im Leading Medicine Guide werden nur ausgewählte hochqualifizierte medizinische Experten und Spezialisten aus Deutschland präsentiert. Alle gelisteten Ärzte haben eine hohe fachliche Expertise, verfügen über exzellente Erfahrungen im Bereich Radiochemotherapie und erfüllen die strengen Aufnahmekriterien des Leading Medicine Guide.

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