Schulterarthrose (Omarthrose) Spezialisten finden

Bei einer Schulterarthrose handelt es sich um Abnutzungserscheinungen im Schultergelenk. Eine Arthrose in der Schulter kann die Betroffenen im Alltag sehr einschränken: Das Heben des Armes schmerzt und manche Bewegungen sind nicht mehr möglich. Lesen Sie weiter unten, wie eine Schulterarthrose entsteht, wie man sie erkennt und welche Behandlungsoptionen bestehen.

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Schulterarthrose - Weitere Informationen

Der Begriff Arthrose bezeichnet eine Verschleißerscheinung der Knorpel und Knochen in unterschiedlichen Gelenken. Von einer Schulterarthrose oder auch Omarthrose spricht man, wenn eine oder beide Schultern betroffen sind.

Symptome einer Schulterarthrose

In jedem Gelenk werden die Knochen von Knorpelgewebe geschützt. Der Knorpel sorgt außerdem dafür, dass das Gelenk „geschmiert“ wird und die Bewegung – im wahrsten Sinne des Wortes – reibungslos möglich ist. Wenn sich die Knorpelschicht übermäßig abnutzt, kann sie ihre wichtigen Funktionen nicht mehr erfüllen: Die Knochen reiben aufeinander. Das ist schmerzhaft und sorgt für Entzündungen im Gelenk.

Typische Symptome einer Schulterarthrose sind:

  • Schmerzen in der Schulter
  • eingeschränkte Beweglichkeit der Arme
  • hör- und fühlbares Knirschen im Schultergelenk
  • eventuell Schwellungen des Gelenks

Zuerst treten die Schmerzen vor allem nach Belastung oder beim Liegen auf der Schulter auf. Im weiteren Verlauf kann die Schulter aber auch im Ruhezustand ständig schmerzen.

Die Schulterarthrose beginnt erst langsam und schreitet mit der Zeit immer weiter voran. Dabei kann es zu regelrechten Schüben kommen: Eine ganze Weile verursacht die Schulter keine Probleme, nach einer Überlastung oder auch ohne erkennbare Ursachen nehmen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen plötzlich zu.

Ursachen einer Schulterarthrose

Einer Arthrose geht meistens eine kleine Beschädigung am Knorpel oder an den Sehnen voraus. Diese kann durch eine Verletzung, aber auch durch übermäßige Beanspruchung oder Fehlhaltungen entstehen. Auch Durchblutungsstörungen oder Entzündungen im Schulterbereich können zur Entstehung der Arthrose beitragen. In seltenen Fällen entsteht die Schulterarthrose auch ohne erkennbare Ursache.

Diagnose einer Schulterarthrose

Bei Schmerzen in der Schulter und dem Verdacht auf eine Arthrose steht das Gespräch mit dem Arzt an erster Stelle. Er wird zum Beispiel nach der Krankheitsgeschichte, nach eventuellen Verletzungen und nach ähnlichen Fällen in der Familie fragen. Außerdem können Angaben zur Lebensweise des Patienten wichtige Hinweise geben. In einer körperlichen Untersuchung wird sich der Arzt außerdem den Bewegungsradius der Schulter ansehen und diese abtasten.

Erhärtet sich der Verdacht, zeigt ein Röntgenbild genauer, wie es im Gelenk aussieht. Als Ergänzung ist häufig eine Kernspintomographie sinnvoll. Bei dieser Untersuchung werden in einer „Röhre“ Bilder einzelner Schichten des Gelenks aufgenommen. Manchmal nimmt der Arzt zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung vor oder untersucht das Blut auf Anzeichen einer bakteriellen Entzündung. All diese Untersuchungen geben ein genaues Bild über den Zustand des Schultergelenks und des umliegenden Gewebes.

Konservative Behandlungsmöglichkeiten einer Schulterarthrose

Wie bei vielen Krankheiten gilt auch bei einer Schulterarthrose: Je früher sie behandelt wird, umso besser sind die möglichen Behandlungsergebnisse. Ist der Verschleiß noch nicht zu weit fortgeschritten, kann er konservativ, also ohne Operation, behandelt werden.

Dafür kommen verschiedene Methoden infrage:

  • Medikamente gegen den Schmerz und die Entzündungen im Gelenk stoppen die akuten Einschränkungen und die weitere Zerstörung des Gewebes.
  • Physiotherapeutische (krankengymnastische) Übungen stärken die Schulter und verbessern Fehlhaltungen. Sie sorgen außerdem dafür, dass die Muskeln und Sehnen sich nicht versteifen.
  • Verhaltensänderungen im Alltag sorgen dafür, dass die Schulter nicht weiterhin falsch belastet wird.
  • Die Physikalische Therapie arbeitet mit Wärme, Kälte oder elektrischen Reizen, die den Schmerz lindern und die Heilung fördern.
  • Schulterorthesen (feste Stützschienen) entlasten das Gelenk und sorgen für eine gesündere Haltung.

Mögliche Operationen bei einer Schulterarthrose

Wenn der Gelenkverschleiß in der Schulter mit konservativen Methoden nicht mehr ausreichend behandelt werden kann, kommen im Rahmen der Schulterchirurgie verschiedene Operationen infrage. Der Arzt entfernt dabei Entzündungsherde in der Schulter, repariert mögliche Verletzungen oder transplantiert eigene Knorpelzellen in die Schulter.

Wenn auch diese Methoden nicht mehr ausreichen, kann eine Schulterprothese eingesetzt werden, also ein künstliches Schultergelenk.

Prognose bei der Schulterarthrose

Der Knorpelverschleiß in Gelenken ist nicht vollständig heilbar. Aber mit den unterschiedlichen Methoden kann man das Fortschreiten aufhalten und die Schmerzen lindern. Durch eine konservative oder operative Behandlung steigt die Lebensqualität der Patienten deutlich an, die Schmerzen werden weniger oder verschwinden ganz und die Beweglichkeit kann verbessert oder komplett wiederhergestellt werden. Wie gut die Prognose ist, hängt sehr vom Einzelfall ab. Generell gilt: Je früher die Behandlung beginnt, umso besser sind auch die Ergebnisse. Warten Sie also nicht zu lange und suchen Sie bei Beschwerden möglichst bald einen Experten auf!

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