Ausgewählte Hüftspezialisten für eine Hüftoperation

Chirurgische Eingriffe an der Hüfte gehören zu den häufigsten in Deutschland vorgenommenen chirurgischen Eingriffen. Oftmals handelt es sich dabei um die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks.

Wann eine Hüftoperation notwendig ist und welche Operationsverfahren es gibt, erfahren Sie weiter unten.

Übersicht

Empfohlene Spezialisten

Hüftoperation - Weitere Informationen

Dem Patienten setzt man bei einer Hüftoperation meist ein künstliches Hüftgelenk (Hüftprothese) ein. Es soll die zuvor eingeschränkte und nur unter Schmerzen mögliche Beweglichkeit der Hüfte wiederherstellen. Mitunter ersetzt man auch nur einen Teil des Hüftgelenks mit einer Teil-Prothese oder entfernt Knorpelteile und anderes störendes Gewebe.

Das Hüftgelenk setzt sich aus der Gelenkpfanne (Azetabulum) und dem Kopf des röhrenartigen Oberschenkelknochens (Femur) zusammen. Wann eine Hüftoperation notwendig ist, erkennt der Patient daran, dass konservative Behandlungsmethoden keine Gesundheitsverbesserung bewirken.

Vor der Hüftoperation untersucht der Mediziner den Kranken mithilfe bildgebender Verfahren wie dem Röntgen, um festzustellen, ob ein derartiger Eingriff bei ihm notwendig ist und - falls ja - welchen Typ Hüftprothese man ihm am besten einsetzt und welche Art der Verankerung (Anschrauben, Einzementieren) eher geeignet ist.

Anhand des Röntgenbildes fertigt der Chirurg eine EDV-gestützte Planungsskizze an. Auf diese Weise kann er das Ausmaß und die Position der Prothesen-Teile optimal auf den Patienten abstimmen. Diese Vorgehensweise dient der Minimierung eventueller Komplikationen während des chirurgischen Eingriffs.

Krankheitsbilder, die eine Hüftoperation notwendig machen

  • eine stark fortgeschrittene Arthrose des Hüftgelenks (Coxarthrose): Der meist altersbedingte Verschleiß der Gelenkknorpel lässt in der Regel eine Reparatur des natürlichen Hüftgelenks nicht mehr zu, sodass man es durch ein künstliches ersetzen muss.
  • eine angeborene Hüftdysplasie: Gravierende Fehlstellungen des Hüftgelenks, die sich nicht konservativ behandeln lassen, müssen operativ korrigiert werden. Bei Babys mit dieser Fehlbildung sitzt der Hüftkopf falsch in der Gelenkpfanne, sodass beide Gelenkteile zusammenstoßen. Die Kinder haben dadurch unterschiedlich lange Beine und oft eine asymmetrische Gesäßfalte.
  • ein Hüftgelenkbruch: Er kommt beispielsweise durch einen schweren Unfall zustande.
  • Hüftgelenkwucherungen
  • entzündliche (arthritische) Veränderungen der Hüfte

Welche Prothese bei den Patienten letztlich zum Einsatz kommt, hängt vom Lebensalter des Kranken, seinem Aktivitätsniveau, Körpergewicht und seiner Knochendichte ab. Die heutzutage implantierten künstlichen Hüftgelenke und Teilprothesen sind im Normalfall erst nach 15 bis 20 Jahren im Rahmen eines Hüftprothesenwechsels auszutauschen.

Welche Verfahren gibt es für eine Hüftoperation?

Bei Hüftoperationen wenden Spezialisten für Hüftchirurgie das konventionelle oder das minimal-invasive Verfahren an.

Konventionelle Operationstechnik

Bei ihr verwendet man entweder eine Vollnarkose oder die Spinalanästhesie (Betäubungsspritze in den Rückenmarkkanal). Der Chirurg öffnet das Hüftgelenk vollständig und entfernt abgenutztes Knochenmaterial. Dann bereitet er den Hüftknochen für die Prothese vor: Er fräst die Knorpelflächen der Gelenkpfanne ab, öffnet den Hüftschaft und bearbeitet ihn mit speziellen Raspeln. Danach schraubt oder zementiert er das künstliche Hüftgelenk ein. Dann erfolgt ein abschließender Test der künstlichen Hüfte auf Beweglichkeit und Funktionsfähigkeit. Ist alles planmäßig verlaufen, verschließt er die Wunde und legt einen Kompressionsverband an.

Der Chirurg ersetzt entweder beide Hüftgelenkteile durch eine Total-Endoprothese (TEP), die man auch künstliches Hüftgelenk nennt, oder - bei nicht so gravierenden Schäden - nur einen Teil durch eine sogenannte Teil-Endoprothese. Das künstliche Hüftgelenk übernimmt später dieselben Aufgaben, die das natürliche zuvor hatte. Die herkömmliche Operationstechnik und das Einsetzen der Hüft-TEP kommen meist dann zum Einsatz, wenn das Hüftgelenk schon stark von Verschleiß betroffen ist.

Minimal-invasive Hüftoperation

Die moderne minimal-invasive Hüftoperation ist sehr viel gewebeschonender, da man die Endoprothese durch eine von Natur aus vorhandene Lücke im Muskel implantiert. So muss man die Hüftmuskulatur nicht durchtrennen. Außerdem ist sie sehnen- und nervenschonender. Komplikationen während des chirurgischen Eingriffs sind nahezu ausgeschlossen, sogar bei Patienten mit starkem Übergewicht.

Die Operationsnarben sind deutlich kürzer und nicht so auffällig wie die, die durch die Anwendung der herkömmlichen OP-Methode entstehen. Außerdem erleiden die Patienten keinen so starken Blutverlust. Ihre Rehabilitation nach der Hüftoperation nimmt darüber hinaus nicht so viel Zeit in Anspruch. Die minimal-invasive Methode ist für Kranke aller Altersgruppen geeignet. Allerdings kann man sie nicht bei jeder Hüfterkrankung einsetzen.

Arthroskopische Hüftoperation

Sie ist die bei nur leichten Arthrosebeschwerden geeignetere Operationsmethode. Man glättet den vom Verschleiß betroffenen Hüftgelenkknorpel, entfernt eventuell vorhandene Knochenwucherungen und verbessert so die Mobilität des Patienten. Damit richtet man das Hüftgelenk neu aus. Auf diese Weise kann man das Voranschreiten der Coxarthrose aufhalten.

Wie lange dauert eine Hüftoperation?

Die Dauer einer Hüftoperation hängt von der gewählten Operationstechnik und anderen Faktoren ab. Wendet der Chirurg das konventionelle Verfahren an, beträgt die Dauer maximal zwei Stunden - es sei denn, es kommt zu Komplikationen. Bei minimal-invasiven Hüftoperationen beträgt die Dauer 50 bis 70 Minuten.

Risiken und Komplikationen einer Hüftoperation

Wie andere chirurgische Eingriffe sind auch Hüftoperationen mit Risiken verbunden. Das sind allgemeine Operationsrisiken, aber auch spezielle. So kann es beispielsweise beim Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks zu einer Venenthrombose kommen. Darunter versteht der Mediziner die Bildung eines Blutpfropfen. Er kann wichtige Blutgefäße verstopfen und so eine lebensgefährliche Embolie verursachen. Damit das nicht geschieht, verabreicht man dem Patienten vorbeugend blutverdünnende Medikamente.

Zu den speziellen Operationsrisiken gehören:

  • die Hüftluxation (Verrenkung des Hüftgelenks): Zu dieser Komplikation kommt es, wenn der Operateur die Endoprothese nicht genau genug einsetzt.
  • Infektionen: Bakterien befallen das implantierte künstliche Hüftgelenk.
  • die Knochen wachsen falsch zusammen: Bewegt sich der Patient sofort nach der Hüftoperation nicht genügend, sind mitunter Verwachsungen des Gelenks und Verklebungen der Gewebe die Folge.
  • die periartikuläre Ossifikation (Verkalkung im Gewebe nahe dem Operationsgebiet): Kalk lagert sich im benachbarten Muskelgewebe ab und verursacht Mobilitätseinschränkungen und Schmerzen. Eine zweite Operation ist erforderlich.

Zu den am häufigsten auftretenden Komplikationen einer Hüftoperation gehören:

  • die Verletzung benachbarter Nerven (Ischiasnerv oder Femoralisnerv)
  • Knochenbrüche: Brechen Oberschenkelknochen und Pfannen-Lager, sind zusätzliche stützende Maßnahmen notwendig.

Standorte der Spezialisten

Klinikstandorte
Flughäfen