Feigwarzen - Medizinische Experten

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Feigwarzen - Weitere Informationen

Feigwarzen sind gutartige Hautwucherungen, die durch humane Papillomaviren (HPV) hervorgerufen werden. Die Hauterscheinungen sind auch als Genitalwarzen, Kondylome oder Condylomata acuminata bekannt. Neben dem Herpes genitalis und der Chlamydieninfektion gehören die Feigwarzen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. Schätzungen zufolge sind rund zwei Prozent aller sexuell aktiven Bürger davon betroffen. Weitere 15 bis 18 Prozent sind zudem Träger des Virus, die zwar keine Beschwerden haben, aber zur Verbreitung der Geschlechtskrankheit beitragen. Jedes Jahr infizieren sich weltweit mehr als 30 Millionen Menschen neu mit den Papillomaviren, die Dunkelziffer ist vermutlich noch höher.

Feigwarzen – Ursachen und Risikofaktoren

Auslöser der Feigwarzen sind humane Papillomaviren. Diese gehören zur Gruppe der DNA-Viren und können bei den Zellen, die sie befallen, zu einem unkontrollierten tumorartigen Wachstum führen. Es gibt verschiedene Arten von Papillomaviren. Zu Feigwarzen führen in der Regel die Typen sechs und elf, seltener basieren die Hautveränderungen auf einer Infektion mit Viren vom Typ 16 oder 18. Diese können nicht nur Feigwarzen hervorrufen, sondern erhöhen auch das Risiko an Penis- oder Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

Die Viren werden meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Sie gelangen über winzige Verletzungen der Haut oder der Schleimhaut an Penis, Scheide oder After in den Körper und können sich dort einnisten. Entzündungen im Genitalbereich, Ausfluss und Pilzinfektionen begünstigen eine Ansteckung. Eine Infektion ist auch über gemeinsames Baden mit infizierten Personen oder über das gemeinsame Benutzen von Handtüchern, Waschlappen, Gläsern und Zahnbürsten möglich. Ebenso können bei Schwangeren die Viren während des Geburtsvorgangs auf das Kind übertragen werden. Grundsätzlich entwickeln sich Feigwarzen bevorzugt dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Deshalb bekommen HIV-Infizierte oder Menschen, die Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva), schneller Feigwarzen.

Feigwarzen

Symptome von Feigwarzen

Die gutartigen Hautwucherungen sind meist stecknadelgroß, können aber prinzipiell auch größer werden. Nur selten treten die Warzen einzeln auf – meist verteilen sie sich in Form von Warzenbeeten und gehen ineinander über.

Die Kondylome variieren in ihrer Farbgebung von rötlich über bräunlich bis hin zu grau-weiß. Bei Frauen zeigen sich die Warzen vor allem im Bereich der Schamlippen, am Gebärmutterhals und an der Mündung der Harnröhre. Bei Männern sind hingegen überwiegend die Vorhaut, der After, die Eichel und der Eingang der Harnröhre betroffen. Im Normalfall verursachen Feigwarzen keine Schmerzen und bleiben deshalb häufig unerkannt. Nur vereinzelt kommt es zu Juckreiz, einem Brennen oder vermehrtem Ausfluss aus Vagina oder Penis. Bei größeren Feigwarzen kann die Haut im betroffenen Bereich aufreißen und bluten. Dies geschieht insbesondere während des Geschlechtsverkehrs oder im Rahmen einer Schwangerschaft. Feigwarzen im Bereich der Harnröhre können das Wasserlassen erschweren oder zu Blutungen führen.

Zum überwiegenden Teil sind die Warzen im Genitalbereich jedoch ein kosmetisches Problem, das nicht selten zu Minderwertigkeitsgefühlen und sozialem Rückzug führt. Die Betroffenen befürchten, andere Personen anzustecken oder sogar für eine nachfolgende Unfruchtbarkeit verantwortlich zu sein.

Feigwarzen – die Diagnose

Aufgrund des charakteristischen Erscheinungsbildes reicht für einen ersten Krankheitsverdacht schon die reine Blickdiagnose. Zur Bestätigung dieses Verdachts kann der Arzt jedoch zusätzlich verschiedene diagnostische Tests durchführen. So werden eher unauffällige Zellveränderungen mithilfe des Essigsäuretests sichtbar gemacht. Allerdings ist dieser Test eher unspezifisch und schlägt nicht in allen Fällen an. Weitere Sicherheit bietet die Untersuchung einer Gewebeprobe im Labor. Hier wird vor allem nach sogenannten Koilozyten gesucht, die ein direkter Hinweis auf eine HPV-Infektion sind. Der Virusnachweis kann ferner mittels Polymerase-Kettenreaktion erfolgen. Dieser Test, der bevorzugt zur Erkennung von Virusinfektionen eingesetzt wird, erlaubt sogar eine exakte Bestimmung des Virustyps, wird aber aufgrund der hohen Kosten eher selten durchgeführt. Eine Infektion mit Papillomaviren lässt sich nicht im Blut nachweisen. Auch der Nachweis von Antikörpern dient nicht der Diagnosestellung, da aufgrund der hohen Durchseuchungsrate bei vielen Menschen Antikörper im Blut zu finden sind.

Therapie der Feigwarzen

Eine einfache Feigwarzeninfektion kann vom Patienten selbst behandelt werden. Dazu sind verschiedene Cremes, Lösungen und Flüssigkeiten erhältlich. Diese enthalten Wirkstoffe wie:
  • Epigallocatechingallat
  • Imiquimod
  • Podophyllotoxin

Die Substanz Podophyllotoxin hemmt die Zellteilung und sorgt dafür, dass die infizierten Zellen absterben. Der Arzneistoff Epigallocatechingallat wird aus grünem Tee gewonnen und hilft bei der Rückbildung der Warzen. Der Wirkstoff Imiquimod trägt zur Stärkung des Abwehrsystems bei, sodass die Abwehrzellen die warzenverursachenden Erreger vermehrt angreifen und eliminieren. Alle Arzneistoffe müssen über einen Zeitraum von mehreren Wochen regelmäßig auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Sollten dabei Hautreizungen auftreten, kann die äußere Therapie jedoch auch für einige Tage unterbrochen werden. Dies sollte jedoch immer nur in Absprache mit einem Arzt erfolgen.

Haben sich die Feigwarzen auf den inneren Schleimhäuten ausgebreitet, ist eine Selbsttherapie nicht zu empfehlen. Hier ist eine Entfernung der Kondylome nötig. Dazu eignen sich verschiedene Verfahren. So kann der Arzt die Warzen vereisen, indem er flüssigen Stickstoff auf die betroffenen Hautareale aufträgt. Beetartige Wucherungen werden in der Regel operativ entfernt. Alternativ ist eine Entfernung mittels Laser oder elektrischem Strom (Elektrokaustik) möglich. Die Entfernung ausgedehnter Warzengebiete kann äußerst schmerzhaft sein, sodass die Eingriffe meist unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose erfolgen.

Feigwarzen – die Prognose

Der Krankheitsverlauf – und damit auch die Prognose – sind bei Feigwarzen sehr unterschiedlich. In rund 30 Prozent der Fälle bilden sich die Hauterscheinungen von alleine zurück. Häufiger breiten sie sich ohne Behandlung jedoch aus und wachsen zu großen Warzenbeeten heran. Auch nach erfolgreicher Therapie können die Warzen wieder auftreten. So kommt es in bis zu 70 Prozent aller Fälle zu einem Rezidiv mit neuen Genitalwarzen. Bei HIV-Infizierten oder Organtransplantierten gilt besondere Vorsicht, da sich bei diesen Risikopatienten die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung durch Papillomaviren erhöht.

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