Mammographie - Medizinische Experten

Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust und dient der Früherkennung von Brustkrebs. Bereits sehr kleine Mammakarzinome lassen sich mittels Mammographie in einem sehr frühen Stadium erkennen.

Weitere Informationen zur Mammographie finden Sie weiter unten.

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Mammographie - Weitere Informationen

Was ist eine Mammographie?

Bei der Mammographie handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust, die als bestes Mittel zur Früherkennung von Brustkrebs gilt. Der Grund: Durch diese Untersuchung lassen sich selbst sehr kleine Tumore, die sogenannten Mammakarzinome, bereits in einem sehr frühen Stadium erkennen - also lange, bevor sie sich als Verhärtung oder Knoten ertasten lassen. Erkennen lassen sich damit sogar kleine Kalkablagerungen - der sogenannte Mikrokalk - die als mögliche Vorstadien von Brustkrebs gelten. Der Grund: Sie gelten als Signal dafür, dass innerhalb des Gewebes ein „Umbau“ erfolgt.

Wann sollte die Mammographie erfolgen?

Prinzipiell können sich Frauen jeden Alters dieser Untersuchung unterziehen. In den meisten Fällen müssen sie die Kosten selbst tragen. Diese liegen in der Regel zwischen 100 und 200 Euro. Lediglich für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren existiert ein bundesweites Mammographie-Screening-Programm zur Brustkrebsvorsorge. Dieses richtet sich an Frauen, bei welchen eigentlich keine Risikofaktoren für Brustkrebs festgestellt wurden. Jede Frau in dieser Altersgruppe kann sich - ergänzend zur jährlichen Untersuchung zur Krebsfrüherkennung - alle zwei Jahre kostenlos untersuchen lassen. Sie erhalten dafür eine offizielle Einladung per Post.

Welcher Arzt führt die Mammographie durch?

Frauen, die eine Mammographie durchführen lassen wollen, sollten dies in jedem Fall bei einem Experten - also in einer radiologischen Praxis - machen lassen. Der Grund: Neben geschulten und routinierten Mitarbeitern stehen hier hochwertige Geräte zur Verfügung, die regelmäßig überprüft werden. Dadurch setzen sich die Patientinnen keiner übermäßigen Strahlenbelastung aus. Diese sollte bei einer Mammographie im Schnitt zwischen 0,2 und 0,3 Milli-Sievert betragen. Dieser Wert entspricht etwa zehn Prozent der Strahlenbelastung, welcher jeder Bundesbürger pro Jahr durch natürliche Umwelteinflüsse ausgesetzt ist.

Den Radiologen, also den Röntgen-Fachärzten, stehen zur Brustkrebs-Frühuntersuchung verschiedene Verfahren zur Verfügung. Dabei handelt es sich um die analoge und die digitale Mammographie. Bei der analogen Mammographie wird ein klassisches Röntgenbild auf einer belichteten Filmfolie angefertigt. Bei der digitalen Variante handelt es sich um ein relativ junges Verfahren. Hier werden die Röntgenbilder nicht belichtet, sondern elektronisch gespeichert. Sie lassen sich also auf dem Monitor begutachten und jederzeit vergrößern. Von der Aussagekraft her unterscheiden sich diese beiden Varianten aber nicht. Das digitale Verfahren wird eher von Kliniken und Universitätseinrichtungen angewandt, während niedergelassene Radiologen meist mit dem analogen Verfahren arbeiten.

Wie läuft eine Mammographie ab?

Bevor Frauen zur Mammographie gehen, sollten sie darauf verzichten, ein Deo zu benutzen. Der Grund: Dadurch kann ein Schleier auf dem Röntgenbild entstehen. Bei der eigentlichen Untersuchung wird die Brust einmal von oben und einmal aus einer schräg-seitlichen Position geröntgt. Dadurch entstehen insgesamt vier Aufnahmen. Sieht der Arzt auf einem der Bilder Veränderungen an der Brust, die unklar erscheinen, werden gegebenenfalls weitere Aufnahmen gemacht. Damit die Gewebsschichten möglichst dünn dargestellt werden können, wird die Brust von zwei Plexiglasscheiben fixiert, was möglicherweise etwas unangenehm sein kann.

Frauen, die noch nicht in den Wechseljahren sind, sollten sich der Mammographie idealerweise in der ersten Hälfte des Zyklus unterziehen. Der Grund: Zwischen dem Ende der Regelblutung und dem nächsten Eisprung ist die Brust weicher und weniger schmerzempfindlich. Dadurch lässt es sich besser beurteilen, ob Unregelmäßigkeiten im Gewebe vorliegen.

Die Frau sollte sich während der Mammographie möglichst nicht bewegen, um ein unscharfes Bild zu vermeiden. Die Belichtungszeit liegt allerdings im Bereich von wenigen Sekunden.

Wie zeigen sich Tumore auf dem Röntgenbild?

Ein gutartiger Tumor erscheint auf dem Röntgenbild als dichte und gleichmäßige Struktur mit einer glatten Begrenzung. Bösartige Tumore unterscheiden sich dadurch, dass sie oft sogenannte Krebsfüßchen - also sternförmige Ausläufer - besitzen. Darüber hinaus haben sie eine unscharfe Begrenzung. Durch die Mammographie lässt sich jedoch nicht eindeutig feststellen, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist. Um eindeutig sicherzugehen, muss im Rahmen einer Biopsie Gewebe entnommen werden. Das macht der Arzt unter sterilen Bedingungen mit einer Hohlnadel. Anschließend werden die entnommenen Gewebeteile im Labor unter dem Mikroskop untersucht. Übrigens: Patientinnen brauchen nicht zu befürchten, dass bei der Gewebeentnahme Krebszellen gestreut werden könnten.

Der Risikofaktor Kalk in der Brust

In der weiblichen Brust können durch die Mammographie sowohl Mikro- als auch Makrokalkpartikel festgestellt werden. Letztere haben eine Größe von mehr als 0,5 Millimetern. Während Makrokalk eindeutig eine gutartige Veränderung darstellt, kann Mikrokalk sowohl eine gutartige als auch eine bösartige Veränderung anzeigen. Ob die Kalkpartikel eine gut- oder bösartige Veränderung anzeigen, schätzt der Arzt anhand der Form und des Verteilungsmusters der Partikel ein. Eine eindeutige Aussage lässt sich jedoch nur durch eine Gewebeprobe treffen. Darüber hinaus bewertet der Arzt zusätzlich das Gewebe, welches den Kalk umgibt.

Gibt es eine Alternative zur Mammographie?

Zur Früherkennung von Brustkrebs kann statt der Mammographie auch die Kernspintomographie genutzt werden. Auch hierbei handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, durch welches das Gewebe des menschlichen Körpers dargestellt werden kann. Internationale Studien haben ergeben, dass dieses erheblich teurere Verfahren zur Früherkennung von Brustkrebs eigentlich besser geeignet ist.

Der Kernspin ist als generelle Methode zur Früherkennung von Brustkrebs allerdings noch umstritten. Zwar liefert der Kernspin bei jungen Frauen mit dichten Brüsten und erblichen Formen des Brustkrebses bessere Ergebnisse; allerdings weist der Kernspin einen gravierenden Nachteil auf: Kalkablagerungen in den Brüsten lassen sich hier wesentlich schlechter erkennen als durch die Mammographie.

Neben den erheblich höheren Kosten, die bei etwa 400 Euro liegen, erweist sich für die Screening-Untersuchungen auch die erheblich längere Untersuchungsdauer als nachteilig. Denn während die Mammographie innerhalb von zwei Minuten durchgeführt ist, dauert die Untersuchung im Kernspin zehn Minuten. Für die flächendeckende Screening-Untersuchung stellt der Einsatz des Kernspins also auch ein logistisches Problem dar.

Sind randomisiert-kontrollierte Studien zum Kernspin notwendig?

Bei randomisiert-kontrollierten Studien handelt es sich um Studien, in welchen die Patienten zufallsmäßig zwei Behandlungsgruppen zugeordnet werden. Derartige Studien gelten in der Medizin als bestes Modell, um bestimmte Fragestellungen zu beantworten. In entsprechenden Studien konnten Experten nachweisen, dass sich die Sterblichkeitsrate an Brustkrebs durch den Einsatz der Mammographie zur Früherkennung von Krebs um 30 Prozent senken ließ. Vergleichbare Studien für den Einsatz des Kernspins existieren noch nicht. Vergleichsstudien zwischen Mammographie und Kernspin halten Experten zudem für überflüssig. Der Grund: Das vorhandene Datenmaterial aus den vorhandenen Studien reicht im Grunde aus, um zu ermitteln, ob sich die Sterblichkeitsrate durch den Einsatz anderer Methoden zur Früherkennung von Brustkrebs noch weiter senken lässt oder nicht.

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